
- Donald Trump setzt Zick-Zack-Politik bei Strafzöllen fort
- 25 Prozent Zoll-Plus für Auto-Importe in die USA angekündigt
- US-Wirtschaft knickt nach Donald Trumps Polter-Ankündigung erneut ein
Seinen Anhängern versprach Donald Trump bereits im US-Wahlkampf, die Vereinigten Staaten im Falle seiner Wiederwahl wieder nach vorne zu bringen und großartig zu machen - "Make America Great Again" sollte auch nach Trumps Wahlsieg seine Parole bleiben. Doch von spürbaren Verbesserungen im Alltag der US-Bevölkerung ist gut zwei Monate nach Trumps Amtsantritt noch nicht viel zu spüren - vielmehr geht es mit den USA unter Donald Trump rapide bergab.
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Donald Trump richtet US-amerikanische Wirtschaft zugrunde
Ein Blick auf das aktuelle Geschehen an den US-Börsen zeigt das schwarz auf weiß: Am Freitag (28.03.2025) gerieten die Börsenkurse nach Donald Trumps jüngster Zick-Zack-Politik erneut heftig ins Schleudern. Nachdem Donald Trump saftige Importzölle in Höhe von 25 Prozent auf Autos und Autoteile angekündigt hatte und damit den globalen Handelsstreit erneut entfachte, gab der US-Präsident einmal mehr klein bei und nahm seine angekündigten Sonderzölle wieder zurück, um kurz darauf Verhandlungsbereitschaft zu signalisieren.
Anleger reagieren nervös auf Trumps Zoll-Politik - Börsenkurse im Sinkflug
Dass Donald Trumps erratische Zoll-Ansagen pures Gift für die US-amerikanische Wirtschaft sind und finanzkräftige Anleger nachhaltig verschrecken, ist bereits von mehreren Wirtschaftsexperten festgestellt worden. Auch im Fall von Trumps aktuellem Autozoll-Hickhack zeigt sich das nur zu deutlich an den Börsenkursen, wie der britische "Daily Express" schreibt: Der Aktienindex S&P 500, in dem die 500 führenden börsennotierten US-Unternehmen gelistet sind, rauschte zwei Prozent in den Keller, Im Fall von Nasdaq Composite beliefen sich die Verluste auf 2,7 Prozent.
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Für Finanz-Experten wie James Knightley, der als Ökonom bei der Investmentbank ING tätig ist, sind derartige Kursrutsche keim verwunderlich. "Die Daten aus den USA schüren die Ängste vor einer Stagflation zusätzlich", so der Wirtschaftskenner gegenüber der "Financial Times". "Eine hohe Inflation mit gleichzeitig rückläufigen Verbraucherausgaben sind der Trend, der durch Donald Trumps aggressive Zoll-Maßnahmen und Kürzungen der Staatsausgaben mit hoher Wahrscheinlichkeit verstärkt wird."
Donald Trump droht mit Importzöllen auf Autos und Autoteile - alle Fakten auf einen Blick
- Trump hat zusätzliche Zölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Autoimporte angekündigt.
- Die Zölle sollen für alle importierten Autos gelten - von Kleinwagen über Limousinen und SUV bis zu leichten Nutzfahrzeugen.
- Trump will mit den Zöllen die USA als Produktionsstandort stärken und Handelsdefizite abbauen. "Wenn Sie Ihr Auto in den Vereinigten Staaten bauen, gibt es keinen Zoll", sagte der Republikaner im Weißen Haus. "Ich denke, unsere Automobilbranche wird florieren wie noch nie zuvor."
- Donald Trump nutzt Zölle gezielt als Druckmittel in der Außenpolitik. Er hat bereits Strafmaßnahmen auf Einfuhren aus China, Kanada und Mexiko verhängt. Zumindest für die beiden Nachbarn setzte er die Zölle teilweise wieder aus - auch auf Drängen der amerikanischen Autoindustrie. Außerdem verhängte die US-Regierung Zölle auf alle Stahl- und Aluminiumimporte.
- Ein Importzoll ist eine Abgabe, die an der Grenze auf Waren erhoben wird, die aus dem Ausland eingeführt werden. In der Regel zahlt sie das importierende Unternehmen. Fachleute halten Zölle für eine riskante Strategie, um einen Handelskonflikt auszutragen, weil dies vor allem die Verbraucherpreise ansteigen lässt und damit die Normalbürger am meisten trifft.
- Die Auto-Zölle sind nur ein Vorgeschmack auf weitere Sonderabgaben, die Trump Anfang April vorstellen will.
- Die wichtigsten Autohersteller in den USA sind General Motors, Ford und Stellantis, die zusammen rund die Hälfte der Pkw-Produktion im Land ausmachen. Die USA importieren aber auch einen bedeutenden Teil an Kraftfahrzeugen, Motoren und anderen Autoteilen.
- Fast die Hälfte aller in den USA verkauften Fahrzeuge wird importiert. Fast 60 Prozent der Teile in Fahrzeugen, die in den USA montiert werden, stammen aus dem Ausland.
- Zu den wichtigsten Lieferanten in die USA gehören Mexiko, Japan, Südkorea, Kanada und Deutschland. Besonders die deutsche Autoindustrie dürften die Strafmaßmaßnahmen hart treffen.
- Kein anderes Land nahm zuletzt so viele neue Pkw aus Deutschland ab wie die USA: Sie lagen mit einem Anteil von 13,1 Prozent an den Exporten vorn, gefolgt von Großbritannien (11,3 Prozent) und Frankreich (7,4 Prozent). Die Exporte in die USA sind dem Verband der Automobilindustrie zufolge damit gestiegen.
Donald Trumps Zoll-Lüge von Wirtschaftsexperten offengelegt: US-Amerikaner zahlten ordentlich drauf
Donald Trump hatte mit der Ankündigung seiner geplanten Auto-Zölle in Höhe von 25 Prozent das Versprechen für "ein immenses Wachstum" für die US-amerikanische Wirtschaft verknüpft. Wirtschaftsexperten belegen jedoch im Hinblick auf die Zoll-Änderungen, die Donald Trump während seiner ersten Amtszeit als US-Präsident auf den Weg brachte, das genaue Gegenteil. Damals hatte Trump ebenfalls umfangreiche Zölle unter anderem zu Lasten von China eingeführt, allerdings blieb der versprochene wirtschaftliche Aufschwung in den USA aus. Vielmehr sank die Produktionsleistung in den Staaten um 0,25 Prozent infolge von Trumps 2018 erlassenen Zöllen, was die Mehrbelastungen für jeden einzelnen US-Bürger auf etwa 2.000 US-Dollar jährlich anwachsen ließ.
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loc/news.de/dpa
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