
Der Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz ist in Bewegung. Im Januar gab es nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit deutlich mehr Arbeitslose als noch im Vormonat.* Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz steigt* Trotzdem mehr Menschen ohne Job als im Januar 2024* Mehr arbeitsfähige Menschen als im 0 beziehen Bürgergeld
Wie viele Arbeitslose gibt es aktuell in Rheinland-Pfalz?
Die Zahl der Arbeitslosen nahm in Rheinland-Pfalz um 8.434 Personen und damit 7,0 Prozent auf 128.848 zu.
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg um 1.856 oder 4,7 Prozent auf 41.449 Personen. Als langzeitarbeitslos gelten Menschen, die bereits ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind. Das trifft in der Rheinland-Pfalz auf 32,2 Prozent der Arbeitslosen zu.
Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz im Januar 2025
Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent. Damit liegt die Quote unter dem Bundesdurchschnitt von 6,4 Prozent.
Unterbeschäftigung um 31,209 Personen höher
Die sogenannte Unterbeschäftigung fällt mit 160,057 allerdings um landesweit 31,209 Personen höher aus als die Arbeitslosenzahl. In dieser Statistik zählt die Bundesagentur für Arbeit auch solche Personen mit, die nach der gesetzlichen Regelung nicht als arbeitslos gelten, die sich aber selbst in den meisten Fällen als arbeitslos bezeichnen würden, beispielsweise Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen.
Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz auch im Vorjahresvergleich gestiegen
Im Vergleich zum Januar des Vorjahres lag die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz um 7.606 Personen höher. Das entspricht einem Anstieg um 6,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte. Vor einem Jahr hatte sie noch 5,4 Prozent betragen.
Männer mit deutlich höherer Arbeitslosenquote
Nicht alle Bevölkerungsgruppen sind gleichermaßen von Arbeitslosigkeit betroffen. Teilweise kann die Arbeitslosenquote deutlich vom Durchschnittswert von 5,6 Prozent abweichen.
Die Arbeitslosenquote der Männer lag mit 6,0 Prozent deutlich höher als die der Frauen von 5,3 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit erhebt außerdem Arbeitslosenquoten für jüngere und ältere Menschen. Unter 25-Jährige hatten eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent, 55 bis unter 65-Jährige von 5,9 Prozent. Besonders von Arbeitslosigkeit betroffen sind Ausländer, ihre Arbeitslosenquote lag bei 14,4 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen und Städten in Rheinland-Pfalz
Die niedrigste Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz wurde im Eifelkreis Bitburg-Prüm gemessen. Sie betrug dort nur 3,4 Prozent. Besonders hoch war sie in Pirmasens, dort waren 12,6 Prozent der Erwerbspersonen ohne Arbeit.
Bürgergeld in Arbeitslosenstatistik
Von den 128.848 Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz beziehen 74.095 Bürgergeld. Das entspricht einem Anteil von 57,5 Prozent an allen Arbeitslosen. Die Zahl der Arbeitslosen mit Bürgergeldbezug lag um 2.990 höher als im Vormonat, was einer Zunahme von 4,2 Prozent entspricht.
Nicht berücksichtigt sind in den Arbeitslosenzahlen Leistungsbezieher, die arbeiten, aber wegen zu geringen Einkommens Sozialleistungen beziehen, die zur Schule gehen oder aus anderen Gründen keine Arbeit suchen, etwa weil sie Kinder erziehen. Auch Teilnehmer an Fördermaßnahmen der Jobcenter gelten nicht als arbeitslos. Aus diesem Grund beziehen weiter mehr Menschen Bürgergeld, als Bürgergeldempfänger arbeitslos gemeldet sind.
Wie viele Menschen erhalten in Rheinland-Pfalz Bürgergeld?
Insgesamt bezogen im Januar 237.156 Menschen Bürgergeld in Rheinland-Pfalz. Das ergab eine erste Schätzung der Bundesagentur für Arbeit. 161.237 Personen davon gelten als erwerbsfähig. Sie sind also mindestens 15 Jahre alt und haben weder das Rentenalter erreicht ("Regelaltersgrenze") noch sind sie wegen schwerer Krankheit dauerhaft erwerbsunfähig und beziehen eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Bei den übrigen, nicht erwerbsfähigen Leistungsempfängern handelt es sich dagegen überwiegend um Kinder bis 15 Jahre.
Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich damit die Zahl der Bürgergeld-Empfänger um 1.189 Menschen, ein Anstieg um 0,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Zahl der Menschen, die diese Form der Unterstützung beziehen, um 1.485 Menschen höher, ein Plus von 0,6 Prozent.
Bei den erwerbsfähigen Bürgergeld-Empfängern stieg die Zahl der Betroffenen verglichen mit dem Vormonat um 884 Personen, ein Zuwachs von 0,6 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsbezieher um 1.539 Personen und damit 1 Prozent.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit erstellt. Er wird monatlich automatisch aktualisiert. Die letzte Aktualisierung erfolgte am 31.01.2025. Weitere Informationen zu den Grundlagen der Arbeitslosenstatistik erhalten Sie bei der Statistikabteilung der Bundesagentur für Arbeit. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++
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