
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 23.01.2025 ein Update zu einer am 04.06.2024 bekanntgewordenen Sicherheitslücke für cyrus imapd herausgegeben. Betroffen von der Sicherheitslücke sind das Betriebssystem Linux sowie die Produkte Debian Linux, Red Hat Enterprise Linux, Fedora Linux, Ubuntu Linux, Open Source cyrus imapd und Oracle Linux.
Die neuesten Hersteller-Empfehlungen bezüglich Updates, Workarounds und Sicherheitspatches für diese Sicherheitslücke finden Sie hier: Ubuntu Security Notice USN-7224-1 (Stand: 23.01.2025). Weitere nützliche Quellen werden weiter unten in diesem Artikel aufgeführt.
Sicherheitshinweis für cyrus imapd - Risiko: mittel
Risikostufe: 3 (mittel)
CVSS Base Score: 6,5
CVSS Temporal Score: 5,7
Remoteangriff: Ja
Zur Bewertung des Schweregrads von Sicherheitsanfälligkeiten in Computersystemen wird das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) angewandt. Der CVSS-Standard ermöglicht es, potenzielle oder tatsächliche Sicherheitslücken auf Basis verschiedener Metriken miteinander zu vergleichen, um Gegenmaßnahmen besser priorisieren zu können. Für die Schweregrade einer Schwachstelle werden die Attribute "keine", "niedrig", "mittel", "hoch" und "kritisch" verwendet. Der Base Score bewertet die Voraussetzungen für einen Angriff (u.a. Authentifizierung, Komplexität, Privilegien, Userinteraktion) sowie dessen Konsequenzen. Der Temporal Score berücksichtigt darüber hinaus zeitliche Veränderungen hinsichtlich der Gefahrenlage. Der Schweregrad der hier behandelten Schwachstelle wird nach dem CVSS mit einem Base Score von 6,5 als "mittel" eingestuft.
cyrus imapd Bug: Schwachstelle ermöglicht Denial of Service
Cyrus IMAPD ist ein Mail server, der IMAP, POP3, NNTP und Sieve Unterstützung bietet.
Ein entfernter, authentisierter Angreifer kann eine Schwachstelle in cyrus imapd ausnutzen, um einen Denial of Service Angriff durchzuführen.
Die Verwundbarkeit wird mit der individuellen CVE-Seriennummer (Common Vulnerabilities and Exposures) CVE-2024-34055 gehandelt.
Von der Sicherheitslücke betroffene Systeme im Überblick
Betriebssystem
Linux
Produkte
Debian Linux (cpe:/o:debian:debian_linux)
Red Hat Enterprise Linux (cpe:/o:redhat:enterprise_linux)
Fedora Linux (cpe:/o:fedoraproject:fedora)
Ubuntu Linux (cpe:/o:canonical:ubuntu_linux)
Open Source cyrus imapd <3.10.0-rc1 (cpe:/a:cyrus:imap)
Open Source cyrus imapd 3.10.0-rc1 (cpe:/a:cyrus:imap)
Oracle Linux (cpe:/o:oracle:linux)
Allgemeine Maßnahmen zum Umgang mit IT-Sicherheitslücken
- Anwender der betroffenen Systeme sollten diese auf dem aktuellsten Stand halten. Hersteller sind bei Bekanntwerden von Sicherheitslücken dazu angehalten, diese schnellstmöglich durch Entwicklung eines Patches oder eines Workarounds zu beheben. Sollten neue Sicherheitsupdates verfügbar sein, installieren Sie diese zeitnah.
- Konsultieren Sie zu Informationszwecken die im nächsten Abschnitt aufgeführten Quellen. Häufig enthalten diese weiterführende Informationen zur aktuellsten Version der betreffenden Software sowie zur Verfügbarkeit von Sicherheitspatches oder Hinweise zu Workarounds.
- Wenden Sie sich bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten an Ihren zuständigen Administrator. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten die genannten Quellen regelmäßig daraufhin prüfen, ob ein neues Sicherheitsupdate zur Verfügung steht.
Hersteller-Informationen zu Updates, Patches und Workarounds
An dieser Stelle befinden sich weiterführende Links mit Informationen über Bug-Reports, Security-Fixes und Workarounds.
Ubuntu Security Notice USN-7224-1 vom 2025-01-23 (23.01.2025)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://ubuntu.com/security/notices/USN-7224-1
Oracle Linux Security Advisory ELSA-2024-9195 vom 2024-11-19 (18.11.2024)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://linux.oracle.com/errata/ELSA-2024-9195.html
Red Hat Security Advisory RHSA-2024:9195 vom 2024-11-12 (11.11.2024)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://access.redhat.com/errata/RHSA-2024:9195
Debian Security Advisory DSA-5708 vom 2024-06-11 (11.06.2024)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://lists.debian.org/debian-security-announce/2024/msg00118.html
Fedora Security Advisory FEDORA-2024-CFBDC342A2 vom 2024-06-05 (05.06.2024)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2024-cfbdc342a2
Fedora Security Advisory FEDORA-2024-F3E0255C75 vom 2024-06-05 (05.06.2024)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2024-f3e0255c75
Fedora Security Advisory FEDORA-2024-123F2B3666 vom 2024-06-05 (05.06.2024)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2024-123f2b3666
Red Hat Bugzilla – Bug 2290510 (04.06.2024)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=2290510
NIST Vulnerability Database vom 2024-06-04 (04.06.2024)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2024-34055
IMAP Release Notes vom 2024-06-04 (04.06.2024)
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.cyrusimap.org/dev/imap/download/release-notes/3.10/x/3.10.0-rc1.html
Versionshistorie dieses Sicherheitshinweises
Dies ist die 6. Version des vorliegenden IT-Sicherheitshinweises für cyrus imapd. Bei Bekanntgabe weiterer Updates wird dieser Text aktualisiert. Änderungen oder Ergänzungen können Sie in dieser Versionshistorie nachlesen.
04.06.2024 - Initiale Fassung
05.06.2024 - Neue Updates von Fedora aufgenommen
11.06.2024 - Neue Updates von Debian aufgenommen
11.11.2024 - Neue Updates von Red Hat aufgenommen
18.11.2024 - Neue Updates von Oracle Linux aufgenommen
23.01.2025 - Neue Updates von Ubuntu aufgenommen
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller BSI-Daten generiert und wird je nach Warnlage datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter hinweis@news.de entgegen. +++
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