Podolski und Klose: «Wir werden polnisch sprechen» 

In ihrer Brust schlagen zwei Herzen. Lukas Podolski und Miroslav Klose treten mit der Nationalelf erstmals in ihrem Geburtsland Polen an. Beide haben einen unterschiedlichen Bezug zum Land, wollen auf dem Platz aber überraschend bei ihrer Muttersprache bleiben.

Von news.de-Redakteur Philip Seiler - Uhr

So jubelten Lukas Podolski und Miroslav Klose noch gemeinsam gegen Österreich. (Foto) Suche
So jubelten Lukas Podolski und Miroslav Klose noch gemeinsam gegen Österreich. Bild: imago

«Sie haben 20 Minuten. Und bitte keine Fragen zur Familiengeschichte und zur Hochzeit», gab DFB-Mediendirektor Harald Stenger den Journalisten zu bedenken, als Lukas Podolski am Montagabend zur Pressekonferenz erschien. Dass Podolski im polnischen Gleiwitz geboren und im Alter von zwei Jahren mit seiner Familie nach Bergheim bei Köln umzog, damit wollte man sich genauso wenig aufhalten wie mit der Heirat seiner Frau Monika, die wie Podolski aus Oberschlesien stammt.

Stattdessen sollte es rein um sportliche Dinge gehen. Angesichts Podolskis erstem Länderspiel in der polnischen Heimat (20.45 Uhr/ZDF und im 6:2 gegen Österreich auf mindestens fünf Positionen um. Im Tor bekommt Tim Wiese eine Chance. Im Mittelfeld vertreten Simon Rolfes und Mario Götze die abgereisten Bastian Schweinsteiger und Mesut Özil. Und in der Abwehr sollen Per Mertesacker und Jerome Boateng von Beginn an spielen. 

Verfolgen Sie die Partie ab 20.45 Uhr im news.de-Liveticker

Die Reaktionen von Löw, Özil & Co.
Länderspiel
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  • Joachim Löw (Bundestrainer): «Wir haben die Österreicher 90 Minuten nicht atmen lassen, das war der Schlüssel. Wir haben Österreich in jeder Beziehung beherrscht und dominiert.»

  • Dietmar Constantini (Teamchef Österreich): «Jeder hat gesehen, dass ein Riesenunterschied zwischen Deutschland und Österreich besteht. Wir haben zu viele Eigenfehler gemacht. Es ist immer dasselbe, wenn ein Trainer nichts gewinnt, wird er entlassen. Ich habe einen Vertrag bis zum 31.12. und den werde ich erfüllen.» 

  • Mesut Özil (Deutschland): «Wir haben wirklich ein tolles Spiel abgeliefert und verdient so hoch gewonnen.» 

  • Thomas Müller (Deutschland): «Sechs Tore musst Du erst mal schießen. Man muss die zwei Gegentore zwar kritisch ansprechen, aber eigentlich trüben sie die Stimmung nicht.»

  • Thomas Müller über Mesut Özil: «Der Mesut hat heute gespielt, wie er halt spielt – gut.»

  • André Schürrle (Deutschland) über Mesut Özil: «Mesut is ein Wahnsinnskicker. Er kann alles am Ball, ist schnell, torgefährlich, Er trägt nicht umsonst die Zehn bei Real Madrid.»

  • André Schürrle über seinen rasanten Aufstieg: «Besser nicht so viel über die Vergangenheit nachdenken. Es ist natürlich alles sehr schnell gegangen, der ganze Weg. Ich bin sehr glücklich bei der Nationalmannshaft dabei zu sein, aber es muss immer weiter gehen.»

  • Lukas Podolski (Deutschland): «Ich stehe immer Druck. Ich weiß, dass die letzten ein, zwei Länderspiele nicht so gut waren, wie man das von mir gewohnt ist. Aber ich habe auch immer wieder betont, dass man mir vertrauen kann. Wenn ich gut spiele, bin ich ein Teil der Ms und das habe ich heute mit einer guten Leistung gezeigt.»

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    beu/zij/news.de/dpa/dapd

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