Natürliche und gesündere Haare?: Warum Sie lieber die Finger vom No-Shampoo-Trend lassen!

Statt mit Shampoo, Spülung und Kuren die Haare tot zu pflegen, lässt frau seit Neuestem die Finger davon. "No Shampoo" ist das Stichwort und soll die Haare gesünder und kräftiger machen. Aber ist das wirklich so?

Erstellt von Dana Kaule - Uhr

Der Verzicht auf Shampoos und Pflegeprodukte soll das Haar schöner und gesünder machen. (Foto) Suche
Der Verzicht auf Shampoos und Pflegeprodukte soll das Haar schöner und gesünder machen. Bild: fotolia/Konstantin Yuganov

"No Shampoo" heißt es seit einiger Zeit im Internet. Der Verzicht auf Shampoos für gesundes und glänzendes – nein, nicht fettglänzendes – Haar ist ein Trend, der aus Hollywood in die sozialen Medien geschwappt ist und dort seit Jahren sehr wohlwollend aufgenommen und umgesetzt wird. Die Haare sollen kräftiger und glänzender werden und weniger fetten. Aber hält die No-Poo-Methode tatsächlich, was sie verspricht?

Natur pur: Gesündere Haare ohne Shampoo?

Die Gründe, um auf Shampoo und Haarpflegeprodukte zu verzichten, sind vielfältig. Neben nachhaltiger und natürlicher Pflege für das Haar sind auch gesundheitliche Probleme entscheidend. Viele Frauen leiden unter Ausschlägen oder Allergien und sehen im Weglassen des Shampoos die einzige Lösung, wie "Onmeda" berichtet.

Gefährliche Zusatzstoffe
E-Numern
zurück Weiter
  • E102 – Tartrazin


    Das zitronengelbe Tartrazin kommt vor allem in Brausepulver, Senf, Kunsthonig, Knabberartikeln, Fischprodukten aber auch in Putzmitteln und Textilien vor. Der Farbstoff E102 kann erbgutschädigend wirken. Ein Verzicht ist abgebracht.

  • E122 – Azorubin


    Die rote Lebensmittelfarbe E122 färbt nicht nur Getränke, Süß- und Zuckerwarenm Marzipan, Pudding, Fruchtkonserven, Fertigprodukte und Soßen ein, sondern auch Paniermehl. Das Risiko für die Gesundheit ist noch nicht genau untersucht. Ein Verzicht ist ebenfalls angebracht.

  • E127 – Erythrosin


    Die rosarote Farbe macht aus Cocktailkirschen sattes rotes Obst. Seit neusten Erkenntnissen wird vermutet, dass dieser Zusatzstoff Brustkrebs begünstigen kann. Ein Verzicht ist angebracht.

  • E180 – Litholrubin BK


    Das Litholrubin stehckt nicht nur in essbarer Käserinde, sondern auch in Lippenstift und Make-up. Es kann Allergien auslösen und ist sogar in manchen Ländern verboten. Verzichten Sie lieber auf diesen Stoff.

  • E620 bis 625 – Glutamat


    Der Geschmacksverstärker Glutamat steckt in fast allen Fertigprodukten. Unter dem Namen "China-Restaurant-Syndrom" sammeln sich Kopfschmerzen, Schläfendruck, Nackentaubheit, Gliederschmerzen, Herzklopfen und Übelkeit. Verzichten Sie lieber.

  • E210-213 – Benzoesäure sowie Kalzium-, Natrium- und Kaliumsalze


    Im Hunde- und Katzenfutter sind diese Konservierungsstoffe verboten, doch in Mayonnaise, marmelade, Sauce, Würzmittel und Fruchtsaft ist es erlaubt. Sie stehen im Verdacht Asthma und Nesselsucht auszulösen. Lieber drauf verzichten!

  • E214-219 – pHB-Ester und Benzoate


    Einst sollte der Zusatzstoff als Betäubungsmittel für Frösche eingesetzt werden. Nun verwenden wir ihn in unserem Essen. PHB-Ester soll gefäßerweiternd wirken und sogar Allergie auslösen. Mittlerweile wurde die Schädlichkeit von der EU anerkannt und die Zulassung zurückgenommen.

  • E231 und E232 – Phenyle und Phenole


    Diese Zusatzstoffe wurde bereits von der EU von der Liste gestrichen.

  • E233 – Thiabendazol


    Der einstige Zusatzstoff E233 wird nun unter der Nummer INS233 als Insektizid gelistet. Er dient dennoch weiterhin als Schimmelschutz für Bananen und Zitrusfrüchte. Das Problem: Dieser Stoff ist sehr giftig.

  • E235 – Natamycin


    Der Konservierungsstoff E235 ist nicht nur ein verträgliches Antibiotikum gegen Fußpilz, Mundfäule zbd Geschlechtskrankheiten, sondern findet sich auch auf Käserinde und Salamirinde. Verzichten Sie lieber.

  • E951 – Aspartam


    Der Süßstoff Aspartam löste im Tierversuch Krebs aus. Auf der Verpackung von Lebensmitteln ist aber lediglich der Hinweis "Enthält Phenylalaninquelle". Empfindliche Menschen sollen so vor ernsthaften Erkrankungen warnen. Auch Kopfschmerzen, Gedächtnisverlust, Sehstörungen und Hyperaktivität sollen angeblich nur bei empfindlichen Menschen durch E951 ausgelöst werden.

  • E962 - Aspartam-Acesulfamsalz


    Aspartam-Acesulfamsalz ist 350mal süßer als herkömmlicher Zucker. Er ist zwar für Lightgetränke, Knabbereien und Fischkonserven zugelassen, jedoch genauso bedenklich wie reines Aspartam.

  • 1 von 12

    Ein weiterer wichtiger Grund sind die Inhaltsstoffe in den Shampoos selbst. Wenn Sie Ihr Haar ohne Shampoo waschen, verzichten Sie auch auf künstliche Tenside, Parabene, Silikone, Konservierungsstoffe, Duftstoffe und andere chemisch-synthetische Substanzen, die Ihr Haar schädigen können. Frei nach dem Motto: "Zurück zur Natur!" Nur so könne sich das Haar wieder selbst regulieren, sind die No-Poo-Anhänger überzeugt.

    So aktivieren Sie die Selbstheilungskräfte Ihrer Haare

    Denn wenn wir unsere Haare mit Shampoo waschen, zerstören wir den natürlichen Schutzfilm des Haars und es muss nach jedem Waschgang erneut Talg produzieren. Das Dilemma ist vorprogrammiert: Je öfter wir unsere Haare waschen, desto schneller fetten sie nach.

    Der Verzicht auf Shampoo durchbricht diesen Teufelskreis. Das ist das Beauty-Geheimnis der Stars.

    Aber auch hier heißt es wieder, aufmerksam sein: Juckt ihre Kopfhaut oder merken Sie, dass ihre Haare brüchig werden, sollten Sie sofort abbrechen und Ihre Haare künftig mit einem verdünnten Shampoo ohne Silikone und Tenside waschen.

    Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

    kad/zij/news.de

    Themen:

    Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.

    Bleiben Sie dran!

    Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.