Donald Trump: Pikante Messer-Behauptung bringt Trump in die Bredouille
Donald Trump sorgt erneut mit einer brisanten Behauptung für Schlagzeilen: Der US-Präsident will Videoaufnahmen besitzen, die angeblichen Vandalismus am berühmten Reflecting Pool vor dem Lincoln Memorial beweisen sollen. Doch die Ermittlungen seiner eigenen Regierung zeichnen ein völlig anderes Bild.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Trump spricht von Aufnahmen, die mutwillige Beschädigungen am Reflecting Pool mit einem Cuttermesser zeigen sollen
- Offizielle Ermittlungen fanden keine Beweise für seine Darstellung
- Das Justizministerium führt die Schäden auf eine fehlerhafte Installation zurück
Donald Trump hat die Debatte um den Reflecting Pool am Lincoln Memorial neu entfacht. Der US-Präsident behauptete, es gebe Foto- und Videoaufnahmen, die belegen würden, dass Personen die Auskleidung des Beckens gezielt mit einem Cuttermesser aufgeschlitzt hätten.
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Donald Trump will Beweise für angeblichen Angriff auf Reflecting Pool haben
"Wir haben Fotografien oder Aufnahmen – wie bewegliche Kameras, richtig? – wo Leute an der Seite stehen und es mit einem Cuttermesser aufschneiden", sagte Trump in einem Videoclip, der sich rasch auf der Plattform X verbreitete.
Trump: "We have photographs or tapes -- like moving cameras, right? -- where people are on the side cutting it with a box knife." pic.twitter.com/961P0T26GK
— Aaron Rupar (@atrupar) August 3, 2026
Vermeintliche Videoaufnahmen sorgen für heftige Debatte
Die Äußerungen fielen im Zusammenhang mit Schäden, die nach der zwischen 14 und 15 Millionen Dollar teuren Sanierung des berühmten Wasserbeckens entdeckt worden waren. Auf Social Media lieferten sich Anhänger und Kritiker des Präsidenten umgehend heftige Auseinandersetzungen darüber, ob derartige Beweise tatsächlich existieren.
Online-Portal deckt Trump-Lügen auf
Ein Faktencheck von "Meaww" kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Behauptung ist falsch. Weder hat Trump die angeblichen Fotos oder Videos jemals der Öffentlichkeit präsentiert, noch wurden solche Aufnahmen in einem Gerichtsverfahren als Beweismittel vorgelegt.
Zwar verwies das Weiße Haus in der Vergangenheit auf Überwachungsaufnahmen und Bilder vom Reflecting Pool. Unabhängige Überprüfungen ergaben jedoch, dass auf dem verfügbaren Material niemand klar dabei zu erkennen ist, wie er die Auskleidung mit einem Cuttermesser beschädigt. Die Regierung konnte auch keinen Nachweis erbringen, dass entsprechende Aufnahmen überhaupt existieren.
Keine Beweise für Vandalismus - Justizministerium widerspricht Trumps Aussagen
Das US-Justizministerium hat den Vandalismus-Fall letztlich eingestellt. Der Grund: Neu gewonnene Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass die Schäden an der Beckenauskleidung nicht auf mutwillige Zerstörung zurückgingen, sondern auf eine mangelhafte und unter Zeitdruck durchgeführte Installation durch den beauftragten Auftragnehmer.
Trump selbst hatte zuvor noch argumentiert, das verwendete Material sei so beschaffen, dass es sich gar nicht mit einem Messer durchschneiden lasse. Ausgerechnet die Ermittler seiner eigenen Regierung kamen dann zu dem Schluss, dass schlampige Handwerksarbeit – und kein böswilliger Angriff – für die Beschädigungen verantwortlich war.
"Völlig wahnhaft und realitätsfern" - Netz-User zerlegen Trump nach mutmaßlich falschen Pool-Aussagen
Auf der Plattform X reagierte die Trump-kritische Seite Trump Lie Tracker mit scharfen Worten auf die Aussagen des Präsidenten. Trump lüge, wenn er behaupte, über Foto- und Videobeweise zu verfügen – solche Belege existierten schlicht nicht. Genau deshalb habe das Justizministerium die Anklage fallen gelassen. Der Präsident sei "völlig wahnhaft und realitätsfern".
BREAKING: Trump lies that he has photo and video evidence of people cutting the Lincoln Memorial reflecting pool with a box knife. No evidence of this exists. That’s why the DOJ dropped charges. He’s completely delusional and detached from reality. pic.twitter.com/TsEAZEIxTy
— Trump Lie Tracker (Commentary Account) (@MAGALieTracker) August 3, 2026
Trumps Millionenprojekt wird zum politischen Streitfall
Die unbelegte Behauptung wiegt umso schwerer, wenn man sich die Dimensionen des Projekts vor Augen führt: Zwischen 14 und 15 Millionen Dollar flossen in die Renovierung des ikonischen Reflecting Pools. Dass am Ende nicht Vandalen, sondern eine fehlerhafte Installation für die Schäden verantwortlich war, dürfte für die Trump-Regierung deutlich unangenehmer sein als jedes angebliche Überwachungsvideo.
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