
- Russland verstärkt Militär mit Atom-U-Boot "Perm"
- Wladimir Putin gibt Startbefehl für neues Kriegsschiff
- Atom-U-Boot kann Hyperschallrakete Zirkon tragen
Nachdem Russland das Milliarden schwere Aufrüstungsprogramm der Europäischen Union scharf kritisiert hat, verstärkt der Kreml das eigene Militär mit einem neuen Atom-U-Boot, das die "unaufhaltsame" Hyperschallrakete Zirkon tragen kann. Nun hat Wladimir Putin den Start des Kriegsschiffes bewilligt.
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Es kann die Hyperschallrakete Zirkon tragen: Wladimir Putin gibt Startbefehl für Atom-U-Boot "Perm"
Der Kremlchef hat an der Zeremonie eines Stapellaufs für ein modernes Atom-U-Boot der russischen Marine teilgenommen. Per Videoschalte gab Putin den Befehl, das in einer Werft in Sewerodwinsk bei Murmansk gebaute Schiff zu Wasser zu lassen. "Wir werden auch weiter unsere Kriegsflotte stärken, darunter auch die strategische Komponente", sagte Putin bei der Veranstaltung. Das U-Boot mit dem Namen "Perm" soll mit Hyperschallraketen des Typs Zirkon ausgerüstet werden, die auch Atomsprengköpfe tragen können.
Mit der "Perm" werde bereits das fünfte Atom-U-Boot dieser Klasse zu Wasser gelassen, sagte Putin. Seinen Angaben nach ist die Indienststellung für 2026 geplant. Solche U-Boote dienten nicht nur dem Schutz der russischen Küste und des nördlichen Seewegs, der nördlich an Russland durch die Arktis führt, sondern könnten auch zur Lösung verschiedener Aufgaben in den Weltmeeren eingesetzt werden, sagte der Kremlchef.
Alexander Moissejew: "Das Rückgrat der nuklearen Abschreckung unseres Landes"
"Heute entwickeln sich unsere U-Boot-Kräfte - eine der Waffengattungen der Marine - dynamisch. Sie umfassen strategische Raketenträger, die das Rückgrat der nuklearen Abschreckung unseres Landes bilden, sowie nukleare und nicht-nukleare Mehrzweck-U-Boote", sagte Admiral Alexander Moissejew, Oberbefehlshaber der russischen Marine. "Sie sind mit dem gesamten Spektrum moderner Waffensysteme ausgestattet, einschließlich der Zirkon-Hyperschallraketen."
Im Oktober 2021 startete Russland von einem Schiff aus eine der Zirkon-Hyperschallraketen mit einer Geschwindigkeit von etwa 10.700 Kilometer pro Stunde. Die russischen Militärs brüsten sich damit, ihren Rivalen damit technisch weit voraus zu sein. "Wir haben insbesondere im Bereich der Hyperschallwaffen und der auf neuen physikalischen Prinzipien basierenden Waffen Fortschritte gemacht. In dieser Hinsicht haben wir jetzt ernsthafte Vorteile gegenüber den führenden westlichen Ländern - und werden versuchen, diese Position zu halten", sagte Juri Borissow, stellvertretender Ministerpräsident des Kremls.
Zum Hintergrund: Russland führt seit mehr als drei Jahren Krieg in der Ukraine. Putin begründet dies mit der Gefährdung der nationalen Sicherheit durch die Annäherung des Nachbarlands an die Nato. Zur Demonstration der Stärke gegenüber dem Westen hat der Kremlchef mehrfach Manöver der Atomstreitkräfte abhalten lassen und zuletzt die Doktrin zum Einsatz von Atomwaffen verschärft. Zugleich hat die russische Schwarzmeerflotte im Krieg empfindliche Verluste erlitten und musste die meisten Schiffe von der bereits 2014 annektierten Krim auf einen Stützpunkt weiter östlich im Schwarzen Meer zurückverlegen.
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bua/fka/news.de/dpa
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