
- Wladimir Putin spricht über neue Friedens-Idee
- Ukraine unter der Verwaltung der Vereinten Nationen (Uno) stellen
- Darum enthält der Plan eine versteckte Russland-Drohung
- USA reagiert auf Uno-Vorschlag von Wladimir Putin ablehnend
Die Beendigung des Krieges mit der Ukraine sei Russland-Machthaber Wladimir Putin durchaus ernst. Nun bringt der Kreml-Chef einen neuen Vorschlag ein. Demnach solle man die Ukraine unter die Verwaltung der Vereinten Nationen (Uno) stellen, um dann Neuwahlen anzustreben. Doch der neu vorgebrachte Putin-Plan enthält auch eine ernst zu nehmende Drohung.
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Ukraine unter der Kontrolle der Uno? Wladimir Putin stellt Ende des Krieges in Aussicht
Es ist ein Vorschlag, der bisher noch nicht erörtert wurde, geschweige denn überhaupt in den Mund genommen. Im Gespräch mit einem Matrosen eines Atom-U-Bootes soll Russlands Machthaber Wladimir Putin eine für ihn günstige Alternative des Kriegsendes mit der Ukraine erörtert haben. Das berichten übereinstimmend gleich mehrere Medien. Demnach wolle er anstreben, dass die Ukraine unter die Verwaltung der Vereinten Nationen (Uno) gestellt werde, um anschließend Neuwahlen in dem für ihn "gescheiterten" Staat durchführen zu lassen. "So eine Praxis gibt es und im Prinzip kann man natürlich die Möglichkeit einer zeitweisen Uno-Verwaltung mit den USA, den europäischen Staaten und - versteht sich - auch mit unseren Partnern und Freunden erörtern", wird der Kreml-Chef zitiert. Ziel sei es, eine "handlungsfähige" Regierung einzuführen, die schließlich für einen "Friedenschluss an die Macht komme", berichtet unter anderem die "Bild"-Zeitung.
Kreml-Chef spricht von einem Friedensvertrag -und von einer schrecklichen Alternative für die Ukraine
"Mit dieser beginnen wir dann Verhandlungen über einen Friedensvertrag, unterzeichnen legitime Dokumente, die weltweit anerkannt werden und sicher und stabil sind", soll Wladimir Putin im Gespräch ausgeplaudert haben, nur um zugleich die Alternative aufzuzeigen.
Man wolle eine "friedliche Lösung", allerdings nicht um jeden Preis. Russland werde sich nicht betrügen lassen, erklärt Wladimir Putin, der entgegen zahlreicher Berichte, die das Gegenteil behaupten, damit prahlt, wie felsenfest das russische Militär die Ukraine in der Hand habe. Man habe schon jetzt 99 Prozent des Gebietes rund umLuhansk und über 70 Prozent der von Russland angeeigneten Gebiete rund umDonezk, Cherson und Saporischschja erobert. Auch wenn es Berichte gibt, dass Putins Soldaten teilweise Befehle verweigern und keineswegs so standfest sind, wie der Kreml-Chef behaupte, stellt Putin der Ukraine ein grausames Ultimatum.
Wladimir Putin sicher: "Es gibt Grund anzunehmen, dass wir ihnen den Gnadenstoß geben."
Sollte es nicht bald zu einer Einigung kommen, die darin bestehen könnte, dass die Ukraine unter die Verwaltung der Uno fällt, ist sich Wladimir Putin sicher, dass man der Ukraine den Rest geben werde: "Es gibt Grund anzunehmen, dass wir ihnen den Gnadenstoß geben", wird der Kreml-Chef zitiert.
USA reagiert auf Putins Friedens-Idee: Ukrainische Regierung wird von Bevölkerung bestimmt
Es ist interessant, dass der Vorschlag, die Vereinten Nationen zu involvieren, bisher kein Thema bei den Friedensverhandlungen zwischen den USA und Russland war - zumindest wurde darüber bisher nicht gesprochen. Während einige Experten das erst kürzlich abgeschlossene Schwarzmeer-Abkommen als russischen Genie-Streich bezeichnen, um Donald Trump und die USA insgeheim vorzuführen, zeigt der neue Uno-Vorschlag des Kreml-Chefs indes, dass Putin keineswegs gewillt ist, sich von den USA irgendetwas diktieren zu lassen. Das Weiße Haus reagierte auf Putins Friedens-Idee eher ablehnend. "Die Regierungsführung in der Ukraine wird von der Verfassung und der Bevölkerung des Landes bestimmt", erklärte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates des Weißen Hauses auf den Vorschlag von Wladimir Putin.
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