
- Bericht über Vorstoß ukrainischer Truppen in russischer Grenzregion Belgorod
- Ukrainische Streitkräfte sollen Dorf Demidowka erobert haben
- Offenbar weiterer Vorstoß geplant
Im August 2024 drangen ukrainische Truppen über die russische Grenze in die Region Kursk ein. Bei dem Überraschungsangriff gelang es zahlreiche Dörfer und Siedlungen zu erobern. Putins Armee war zunächst überrascht. Doch in den vergangenen Wochen wendete sich das Blatt. Die Russen konnte die Ukrainer erfolgreich zurückdrängen, erlangten erneut die Kontrolle über viele seit dem Sommer verlorene Gebiete. Sogar von einer möglichen Einkesselung der ukrainischen Truppen war die Rede. Solchen Darstellungen widersprach Kiew jedoch. Jetzt gibt es offenbar eine weitere überraschende Entwicklung im Krieg.
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Ukraine-Krieg aktuell: Putins Truppen laut Bericht in Demidowka überrascht
Denn ukrainische Truppen sollen in eine weitere russische Grenzregion vorgedrungen sein. Einem aktuellen Bericht der "Bild" zufolge wurde das Dorf Demidowka im westrussischen Gebiet Belgorod eingenommen. Die Region wurde in den vergangenen Monaten schon häufiger zum Ziel ukrainischer Luftangriffe. Das Boulevardblatt beruft sich auf Angaben von russischen Kriegsbloggern und pro-ukrainischen Beobachtern:
- Ein Blogger namens "Romanov Light" auf Telegram habe dazu Drohnenaufnahmen veröffentlicht, welche die Bewegung der ukrainischen Soldaten zeigen soll.
- Die "Rybar"-Gruppe schrieb bei Telegram zudem: "Ukrainische Formationen setzen ihre Angriffe in der Region Belgorod unvermindert fort. Die feindlichen Einheiten greifen immer wieder im Gebiet von Demidowka an, in den Grenzgebieten toben Gefechte."
Ukrainische Streitkräfte sollen Dorf in Grenzregion Belgorod erobert haben - weiterer Vorstoß geplant
Laut der "Bild" plant die Ukraine noch die Eroberung weiterer Dörfer in Belgorod. Ihre Streitkräfte seien dabei auf einer Länge von zehn Kilometern bereits zwischen 500 Metern und zwei Kilometern in Russland vorgerückt. Beim Grenzdurchbruch sei unter anderem ein Bergepanzer Wisent II zum Einsatz gekommen, den Deutschland Kiew zur Verfügung gestellt hat. Quellen aus der ukrainischen Armee zufolge soll durch den Angriff für eine Pufferzone jenseits der eigenen Grenze gesorgt werden. Denn es wird befürchtet, dass Russland nach dem Vordringen in Kursk die Region Sumy im Nordosten der Ukraine attackieren könnte. Drei Dörfer in Grenznähe seien durch Moskaus Armee bereits besetzt. Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj habe eine neue Offensive in Belgorod bereits bestätigt. Er sprach zudem mit Blick auf die aktuelle Situation in Kursk von "rein strategischen Schritten". Mutmaßlich wurden Truppen aus Kursk zurückgezogen, um nun an in anderen Regionen eingesetzt werden zu können. Der Kreml hat sich bislang noch nicht zu dem angeblichen Vorstoß der Ukraine in Demidowka geäußert.
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