
Für die Neuaufstellung der bei der Bundestagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde gescheiterten FDP kann sich Präsidiumsmitglied Marie-Agnes Strack-Zimmermann ein Führungsduo vorstellen. Auf die Frage, ob der bisherige Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki als Teil der künftigen Führung der Bundes-FDP infrage komme, sagte die EU-Abgeordnete der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ"): "Es macht Sinn, Persönlichkeiten zu haben, die unterschiedliche Gruppen in der FDP ansprechen. Aber ob Herr Kubicki und ich der frische Aufbruch sind, na ich weiß nicht." Ein Duo an der Spitze wäre aus ihrer Sicht erwägenswert, auch wenn die Satzung der FDP das noch nicht vorsehe.
Die FDP hatte bei der Wahl am Sonntag mit 4,3 Prozent der Zweitstimmen die Rückkehr in den Bundestag verfehlt. Sie muss damit - wie schon 2013 - in die außerparlamentarische Opposition.
Strack-Zimmermann sagte der Zeitung, nicht "ein einzelnes Thema oder Momentum" habe zur Wahlniederlage geführt. Mit Ausnahme der Europawahl im vergangenen Jahr verliere man seit drei Jahren Wahlen und damit auch Mandatsträger.
"Offensichtlich haben wir als Partei ein strukturelles Problem und können auf kein ausreichendes Kernmilieu hoffen, welches uns verlässlich über die fünf Prozent hebt", sagte sie. Zudem werde die FDP zunehmend als Funktionspartei wahrgenommen, so Strack-Zimmermann, "als vernünftiges Korrektiv innerhalb einer Koalition". In einer Koalition müssten aber Kompromisse gefunden werden, was dazu führe, dass Wähler sich enttäuscht abwendeten.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
kns/roj/news.de
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