
Der Vorsitzende des Unions-Nachwuchses von der Junge Union (JU), Johannes Winkel, verlangt eine Aufarbeitung der Gründe für das Scheitern der Union an der 30-Prozent-Marke bei der Bundestagswahl. "Dieses Ergebnis kann nicht Anspruch der Union sein", sagte Winkel der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Gerade nach dem historischen Scheitern der Ampel sind weniger als 30 Prozent enttäuschend", fügte er hinzu. Nach dem vorläufigen Ergebnis kommt die Union auf 28,5 Prozent (Wahl 2021: 24,1 Prozent).
"Trotz der Fokussierung auf die Regierungsbildung müssen wir uns als Partei in einem selbstkritischen Prozess fragen, woran das lag", forderte Winkel in Richtung von CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz. Die Junge Union werde "jedenfalls genau analysieren, warum wir bei der Europawahl vor weniger als einem Jahr noch stärkste Kraft unter jungen Wählern waren, und die junge Generation der Union nun deutlich weniger Stimmen gegeben hat".
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JU: Kontingentwehrpflicht spätestens bis zum Jahreswechsel
Die künftige Bundesregierung müsse "spätestens zum Jahreswechsel eine Kontingentwehrpflicht einführen", verlangte Winkel. "Der Rückzug der USA aus dem Westen zeigt: Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren." Es müssten zudem die Weichen gestellt werden, um zum Jahreswechsel 2025/26 ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für Frauen und Männer mit freier Wahl zwischen militärischer oder ziviler Verwendung einzuführen. "Der Personalrückgang der Bundeswehr ist besorgniserregend. Das Personal in Kita und Pflege braucht dringend Entlastung", sagte der CDU-Politiker.
Konzept gegen Personalnot bei der Bundeswehr
Angesichts der Bedrohungslage in Europa durch Russland setzt die CDU auf das Konzept eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres und einer sogenannten Kontingentwehrpflicht. Auch vor dem Hintergrund der Personalnot der Bundeswehr hatten die Christdemokraten bei ihrem Parteitag im Mai 2024 eine Kehrtwende bei der Aussetzung der Wehrpflicht gemacht.
Die Partei will die Aussetzung schrittweise zurücknehmen und die Wehrpflicht in ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr überführen. Zur Stärkung der personellen Einsatzbereitschaft der Bundeswehr fordert die CDU bis zur Umsetzung dieses Vorhabens die Einführung einer sogenannten Kontingentwehrpflicht.
Beim Konzept der Kontingentwehrpflicht sollen Fachleute der Bundeswehr festlegen, wie hoch der Personalbedarf für ein Jahr ist. Nur wer zur Deckung des Personalbedarfs gebraucht wird, soll auch eingezogen werden. Die Wehrpflicht war 2011 nach 55 Jahren unter dem damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ausgesetzt worden.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
kns/roj/news.de
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