
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht eine gute Basis für Verhandlungen über eine neue unionsgeführte Bundesregierung. "Es läuft auf CDU, CSU und SPD hinaus", sagte er am Rande von Sitzungen der CDU-Spitzengremien in Berlin. Dies seien drei Parteien, die in der Geschichte der Bundesrepublik immer diejenigen gewesen seien, die auch große Krisen gemeistert hätten. "Das Wichtigste ist, dass wir miteinander auf Augenhöhe in ein Gespräch kommen, dass man jetzt keine Vorfestlegungen macht, keine roten Linien macht, dass man sich gegenseitig nicht überfordert."
Kretschmer sagte zum Wahlausgang: "Die Deutschen haben, glaube ich, der Demokratie noch einmal eine Chance gegeben." Man merke, wie viele sich abgewandt hätten, in Sorge seien oder zweifelten. Es gebe die Möglichkeit, Vertrauen wieder zu rechtfertigen und zurückzugewinnen. "Aber man braucht eben ein wirklich kraftvolles Agieren." Der Wahlkampf sei jetzt zu Ende.
Angesprochen auf den SPD-Chef und designierten SPD-Fraktionschef Lars Klingbeil sagte Kretschmer: "Lars Klingbeil ist jemand, den wir über viele Jahre jetzt kennen, schätzen, mit dem es auf jeden Fall diese Vertrauensbasis gibt."
Die Union war bei der Bundestagswahl klar stärkste Kraft geworden, ist aber auf einen Koalitionspartner angewiesen. Rechnerisch ist eine Regierung mit der SPD möglich, eine Zusammenarbeit mit der AfD hat die CDU ausgeschlossen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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