
Trotz zuletzt teils schlechter werdender Umfragewerte hat CSU-Chef Markus Söder Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) beim Wahlkampfabschluss von CDU und CSU demonstrativ den Rücken gestärkt. Merz sei ein Mann mit Rückgrat, sagte der bayerische Ministerpräsident im Löwenbräukeller in München. Er habe alle Zusagen, die er der CSU gegeben habe, eingehalten.
Merz hat "Charakter und Führungskompetenz"
Als Beispiel nannte Söder die Migrationsfrage, die zwischenzeitlich auch die Union beinahe entzweit habe. Merz habe das Thema "mutig" im Bundestag wenige Wochen vor der Bundestagswahl zur Abstimmung gestellt und damit politische Führung gezeigt. "Das zeugt von Charakter und Führungskompetenz", sagte Söder.
Erneut kategorische Absage an Schwarz-Grün
Unter dem Jubel der anwesenden CSU-Mitglieder wiederholte Söder seine kategorische Absage an eine Koalition zwischen Union und den Grünen. "Friedrich, du musst dazu nichts machen. Ich mache das schon. Also keine Sorge", betonte Söder. Anders als Söder hielt sich Merz die Option bisher immer noch offen. Die Veranstaltung findet unter hohen Sicherheitsauflagen und hinter verschlossenen Türen statt.
Söder will auch kein Dreierbündnis mit der FDP
Söder betonte, er hoffe, dass die Union die Chance haben werde, stabil zu regieren. Auf den letzten Metern die FDP noch in den Bundestag reinzudrücken, mache es eher schwieriger, argumentierte er. "Wenn wir regieren, dann brauchen wir wenig Partner und nicht unendlich viele", sagte Söder. "Sorry, lieber Christian Lindner. Die Zeit ist vorbei", sagte er an die Adresse des FDP-Chefs. Schenkt man den Umfragen glauben, ist aktuell als Zweierbündnis nur noch eine Koalition mit der SPD denkbar.
Sorge vor schlechtem Wahlergebnis bleibt
Einmal blitzte aus Söders Rede kurz die Sorge vor einem schlechten Wahlergebnis hervor: "Morgen um die Zeit bekommen wir die ersten Andeutungen der Umfragen, ich hoffe, unsere Laune ist dann noch gut" sagte er. Zuletzt lag die Union immer bei Werten über 30 Prozent - in einigen aktuellen Umfragen sackte sie aber bereits auf bis zu 28 Prozent ab.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
kns/roj/news.de
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