Sonntagsfrage Niedersachsen vom 19.2.2025: Rot-grüne Koalition ohne Mehrheit in aktueller Wahlumfrage

Wer würde gewählt, wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl in Niedersachsen wäre? Und welche Koalitionen wären aktuell möglich? Wir rechnen es durch!

Von news.de-Redakteur - Uhr

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Wahlprognose aktuell: So würde heute gewählt Bild: Adobe Stock / Ronny

Aktuelle Wahlumfrage für Niedersachsen am 19.2.2025: CDU, SPD und AfD vorn

Die CDU liegt bei der aktuellen Wahlumfrage zur Landtagswahl in Niedersachsen vorn. Das zeigt eine INSA-Umfrage vom 19.2.2025. Nach den Zahlen der Demoskopen würde die Partei von 30 Prozent der Bevölkerung gewählt und läge damit 5 Prozentpunkte vor der SPD, die mit 25 Prozent auf Platz zwei kommen würde. Anschließend folgt in der Umfrage die AfD mit 16 Prozent, die Grünen kämen aktuell auf 10 Prozent. BSW wäre mit 5 Prozent im Parlament vertreten. Die Linkspartei läge den aktuellen Prognosen zufolge bei 5 Prozent, würde also ebenfalls ins Parlament einziehen.

ParlamentNiedersächsischer Landtag
InstitutINSA
AuftraggeberBILD
Befragte1.000
Art der BefragungOnline
Veröffentlichungsdatum19.2.2025
Befragungszeitraum10.2.2025 bis 17.2.2025

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Das Meinungsforschungsinstitut INSA hatte bereits am 12. November 2024 eine vergleichbare Umfrage durchgeführt. Damals erreichte die CDU 31 Prozent, verlor also seitdem einen Prozentpunkt. An Zustimmung verloren hat auch die SPD, sie musste um einen Prozentpunkt abgeben. Die AfD bleibt unverändert bei 16 Prozent, die Grünen bleiben unverändert bei 10 Prozent.

Parteiaktuelle UmfrageUmfrage vom 12. November 2024Differenz in Prozentpunkten
CDU30 %31 %-1
SPD25 %26 %-1
Alternative für Deutschland16 %16 %0
Bündnis 90/Die Grünen10 %10 %0
Bündnis Sahra Wagenknecht5 %6 %-1
Die Linke5 %2 %3
Freie Demokratische Partei5 %4 %1

Aktuelle Umfragewerte in Niedersachsen und letzte Wahlergebnisse im Vergleich

Bei einer Wahl würde die CDU etwas besser abschneiden als bei der vergangenen Wahl im Jahr 2022. Mit 28,1 Prozent erzielte sie damals ein um 1,9 Prozentpunkte niedrigeres Ergebnis. Die SPD verlöre dagegen Stimmenanteile und käme nun auf 25 Prozent nach 33,4 Prozent bei der letzten Wahl. Das würde ein Minus von 8,4 Prozentpunkten bedeuten. Die FDP könnte 0,3 Prozentpunkte zulegen, bei der Wahl hatte sie 4,7 Prozent erreicht, Bündnis90/Die Grünen würde 4,5 Prozentpunkte verlieren.

Parteiaktuelle UmfrageWahl 2022Differenz in Prozentpunkten
CDU30 %28,1 %1,9 Prozentpunkte
SPD25 %33,4 %-8,4 Prozentpunkte
FDP5 %4,7 %0,3 Prozentpunkte
Grüne10 %14,5 %-4,5 Prozentpunkte
AfD16 %11,0 %5 Prozentpunkte
Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW5 %xx
Linkspartei5 %0,8 %4,2 Prozentpunkte

Welche Koalitionen wären möglich?

Die aktuelle Koalition aus SPD und Bündnis90/Die Grünen hätte der Umfrage zufolge keine Mehrheit. Sie würde 35 Prozent der Stimmen erreichen und damit rund 36 Prozent der Sitze erhalten, zuwenig für eine Fortsetzung der Koalition.
Eine Koalition aus CDU und SPD käme auf 55 Prozent und damit rund 57 Prozent der Sitze. Damit hätte diese Koalition eine Mehrheit und könnte die aktuelle Regierungskonstellation ablösen.

KoalitionBeteiligte ParteienStimmanteil gesamtgeschätzter Anteil SitzeKoalition möglich?
Schwarz-GelbCDU, FDP35 %36 %nein
Große KoalitionCDU, SPD55 %57 %ja
Schwarz-GrünCDU, Bündnis90/Die Grünen40 %42 %nein
Rot-GrüneSPD, Grüne35 %36 %nein
Ampel-KoalitionSPD, FDP, Grüne40 %42 %nein
Kenia-KoalitionCDU, SPD, Grüne65 %68 %ja
Jamaika-KoalitionCDU, FDP, Grüne45 %47 %nein

Wie genau sind Wahlumfragen?

Einer Untersuchung des Portals dawum zufolge lagen die großen Meinungsforschungsinstitute mit ihren Schätzungen bei den verschiedenen Wahlen in den vergangenen Jahren im Durchschnitt rund einen bis 1,75 Prozentpunkte neben dem realen Ergebnis. Vor allem die Ergebnisse der Grünen wurden überschätzt, die der CDU dagegen unterschätzt. Etwas besser waren die Institute bei der Bayernwahl im Oktober 2023. Die meisten Wahlergebnisse wurden mit einer Abweichung von maximal 0,5 Prozentpunkten vorhergesagt. Lediglich bei den Grünen und den Freien Wählern war die Abweichung größer, wobei das Ergebnis der Grünen von den Instituten zu hoch, das der Freien Wähler zu niedrig geschätzt wurde.

Die politische Stimmung kann sich aber schnell ändern, etwa durch Skandale, konjunkturelle Entwicklungen oder Veränderungen bei den Arbeitslosenzahlen. Die nachstehende Tabelle zeigt die Ergebnisse der Wahl zum Bayerischen Landtag vom 8. Oktober 2023 und die jeweils letzte Prognose vor der Wahl von fünf ausgewählten Forschungsinstituten.

InstitutCSUSPDFDPGrüneAfDLinksparteiFW
Wahlergebnis37,08,43,014,414,31,515,8
Institut Wahlkreisprognose37,58,03,015,514,01,015,0
Forschungsgruppe Wahlen37931614nicht erhoben15
INSA36941514215
Civey37941514115
Durchschnittliche Abweichung+0,1-0,4-0,5-1,0+0,3x+0,8

Das Institut Wahlkreisprognose gibt als einziges der hier aufgeführten in seiner Prognose auch halbe Prozent an, beispielsweise 37,5 Prozent. Daher sind hier die Daten mit einer Nachkommastelle aufgeführt. Die durchschnittliche Differenz zum Wahlergebnis wurde auf eine Nachkommastelle gerundet.
Dass es zu solchen Abweichungen kommt, hat vor allem zwei große Gründe. Einerseits ist es nicht leicht, eine Stichprobe zu ziehen, die von ihrer Zusammensetzung genau der Wahlbevölkerung entspricht. Während sich Angaben wie Alter, Geschlecht und Einkommen abfragen lassen, ist die Bereitschaft unterschiedlich groß, an Wahlumfragen teilzunehmen. Außerdem antworten Befragte in Umfragen nicht immer wahrheitsgemäß.
Wie viel Marktforscher verdienen lesen Sie in unserem Beitrag Was verdient ein Marktforscher netto?
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde basierend auf aktuellen Daten des Portals dawum automatisch erstellt. Zeitpunkt der letzten Aktualisierung: 20.02.2025, 07:22 Uhr. +++

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