Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Trick zwingt Putins Kämpfer zur Kapitulation

In der Ostukraine sollen sich neun russische Stumtruppler freiwillig in ukrainische Gefangenschaft begeben haben. Zuvor wurden sie offenbar drei Tage lang durch eine mit Lautsprecher bestückte Drohne psychologisch unter Druck gesetzt.

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Wladimir Putin hat im Ukraine-Krieg Berichten zufolge weitere Soldaten nach einer Kapitulation verloren. (Foto) Suche
Wladimir Putin hat im Ukraine-Krieg Berichten zufolge weitere Soldaten nach einer Kapitulation verloren. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov
  • Neun russische Soldaten kapitulieren in Donezk
  • Laut Ukraine wurden Sturmtruppler durch Drohne mit Lautsprecher zum Aufgeben gezwungen
  • Russischer Kriegsgefangener berichtet über immense Verluste für Putins Armee

Während US-Präsident Donald Trump mit Wladimir Putin bald persönlich über Frieden in der Ukraine verhandeln will, gehen die Kämpfe an der Front weiter. Für Russland könnte ein Waffenstillstand extrem wichtig sein. Denn Berichten zufolge wurde es für den Kreml in den vergangenen Wochen immer schwieriger, den Krieg zu finanzieren. Angaben aus Kiew zufolge erleiden Putins Truppen täglich hohe Verluste. Seit Beginn der Invasion sollen bereits mehr als 856.000 russische Soldaten gefallen sein. Offenbar gelang es der Ukraine jetzt erneut, den Feind zu schwächen.

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Wie "The Sun" berichtet, sollen sich neun russische Soldaten, bei denen es sich um Sturmtruppler handeln soll, in der Region Donezk ergeben haben. Zuvor hätten sie sich drei Tage lang in einem Schützengraben verschanzt. Das britische Boulevardblatt veröffentlichte dazu ein Video, in dem zu sehen ist, wie die Männer aus dem Graben kommen, während eine Drohne über ihnen schwebt. Der Anführer der Gruppe signalisiert mit einer weißen Flagge, die an einem Stock befestigt wurde, die Kapitulation.

Rückschlag für Wladimir Putin: Ukraine setzte Drohne mit Lautsprecher gegen Feind ein

Ukrainische Streitkräfte berichteten über den Trick, mit denen sie die Feinde zum Aufgeben gezwungen haben wollen. Sie nahmen Nachrichten auf Russisch auf und spielten diese über eine mit Lautsprecher bestückte Drohne ab. Dabei boten sie an, dass sie die gegnerischen Soldaten am Leben lassen, wenn diese sich in Gefangenschaft begeben. Putins Soldaten wurden dazu aufgefordert, sich in Richtung Eisenbahnschienen zu bewegen. Nach drei Tagen hatte diese Methode offenbar Erfolg. "Die Russen selbst waren extrem demotiviert - einem der Gefangenen zufolge überquerte er vor weniger als einem Monat die Grenze zur Ukraine und war sofort fassungslos über die vielen Leichen seiner Landsleute", heißt es laut "Sun" in einer Erklärung der ukrainischen Armee. Ein Soldat berichtete zudem: "Alle, die uns stürmen sollten, haben wir so lange bedrängt, bis sie nachgaben."

Russischer Kriegsgefangener berichtet über Lastwagen voller Leichen an der Ukraine-Front

Einer der neun russischen Kriegsgefangenen erklärte schließlich vor der Kamera, warum seine Gruppe nicht bereit war, weiter für Putin zu kämpfen. Seinen Angaben zufolge gab es immense Verluste: "Unsere Leute legten die Leichen auf einen Haufen nach dem anderen, überprüften schnell die Militärkennzeichen und fuhren sie dann weg.Es waren so viele Lastwagen im Einsatz, um das zu tun. Es brach mir das Herz, als mir klar wurde, wie viele [Tote] es gab...." Der Russe äußerte gleichzeitig seine Hoffnung, für einen Gefangenenaustausch ausgewählt zu werden.

Wie die Aufnahmen zu bewerten sind: Die Echtheit der Videos konnte bislang nicht verifiziert werden. Unabhängige Berichte aus der Konfliktregion sind aktuell kaum möglich. Zu beachten ist auch, dass beide Konfliktparteien Propaganda-Mittel einsetzen können, um den Feind zu diskreditieren und die Moral der eigenen Truppen zu erhöhen.

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