Olaf Scholz News: "Focus": Scholz' "Hofnarr" fiel nach Äußerung über Hautfarbe

Es war eine private Feier mit Politikern und Journalisten. Zehn Tage später werden Aussagen des Kanzlers bekannt. Waren sie rassistisch?

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) steht vor dem Bundeskanzleramt. (Foto) Suche
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) steht vor dem Bundeskanzleramt. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

"Focus"-Chefredakteur Georg Meck hat die Einordnung seines Magazins erläutert, bei einer umstrittenen Äußerung von Kanzler Olaf Scholz zum Berliner Kultursenator Joe Chialo handele es sich um Rassismus. Der SPD-Kanzlerkandidat soll den CDU-Politiker Chialo auf einer privaten Geburtstagsfeier als "Hofnarr" der Union bezeichnet haben; Scholz bestätigte den Begriff. Meck war nach eigenen Angaben Zeuge der Unterhaltung, der "Focus" hatte darüber am Mittwoch berichtet.

Wie der Chefredaktuer bei Welt-TV sagte, fiel der Begriff "Hofnarr" in einer Unterhaltung über Migration und Rassismus. Chialo, dessen Familie Wurzeln in Tansania hat, habe angemerkt, er sitze ja im Bundesvorstand der CDU und sei ganz offensichtlich kein "alter weißer Mann". "Und darauf fiel eben dieser Satz: "Ja, jede Partei hat einen Hofnarren" von dem Bundeskanzler", berichtete Meck. Chialo sei bestürzt und sprachlos gewesen. Scholz habe sich von der Äußerung nicht distanziert.

Von CDU-Seite wird dem Kanzler deswegen Rassismus gegen den schwarzen Kultursenator vorgeworfen. Scholz und die SPD weisen das strikt zurück. Nie habe er die "Hofnarr"-Äußerung in Verbindung mit Chialos Hautfarbe gebracht, betonte Scholz. Inzwischen hat sich Chialo selbst geäußert: Er halte Scholz nicht für einen Rassisten. "Daran, dass seine Worte herabwürdigend und verletzend waren, ändert dies jedoch nichts", sagte der CDU-Politiker.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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