
Die großen christlichen Kirchen rufen gemeinsam zur Wahl von Parteien auf, die sich für die Demokratie einsetzen. Extremismus und völkischer Nationalismus seien mit dem Christentum nicht vereinbar, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.
"Wir wenden uns an alle Wahlberechtigten: Übernehmen Sie Verantwortung für das demokratische Miteinander", heißt es darin. "Gehen Sie wählen und stimmen Sie bei der Bundestagswahl für Parteien und Abgeordnete, die sich für ein rechtsstaatliches, freiheitliches, weltoffenes, solidarisches und die Schöpfung bewahrendes Deutschland einsetzen."
Viele Menschen fühlten sich überfordert von Krisen und Kriegen, aber auch von der wirtschaftlichen Situation, des vom Menschen gemachten Klimawandels und der wachsenden Zahl von Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen aus ihrer Heimat flüchteten, heißt es in dem Papier. Nötig sei deshalb klare Orientierung.
Deutschland müsse Europa als Raum von Freiheit, Recht, Sicherheit und Wohlergehen stärken und beim Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen nicht nachlassen. Wichtig seien darüber hinaus die Überwindung von Armut und Unterdrückung in aller Welt sowie eine "humanitär orientierte Flüchtlingspolitik" und die Integration von Zuwanderern. Zudem nennen die Kirchen eine soziale Marktwirtschaft mit leistungsfähiger sozialer Sicherung und den Schutz des Lebens.
Unterzeichnet haben den Aufruf Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischöfin Kirsten Fehrs für die Evangelische Kirche in Deutschland und Erzpriester Radu Constantin Miron für die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
kns/roj/news.de
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