
Der "Spiegel" hat Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) im Zusammenhang mit einem abfälligen Leserbrief um Entschuldigung gebeten. "Wir hätten diesen Brief nicht veröffentlichen dürfen", schreibt der "Spiegel" in einem online veröffentlichten Statement. "Für den vom Leser geschilderten Hergang finden sich keine Belege."
Der Leserbrief ist in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins abgedruckt und wurde online inzwischen entfernt. Darin wird abfällig über die Leistung Merz' als angeblicherHonorarprofessor an einer Schweizer Universität geschrieben.
Nach Angaben der CDU gab es diesen Lehrauftrag nie. Recherchen des "Spiegel" kamen nun zum gleichen Schluss: Weder in Schweizer noch in deutschen Zeitungsarchiven fänden sich Berichte über eine Lehrtätigkeit von Merz in St. Gallen, die zum Leserbrief passten. Die Universität St. Gallen habe auf Nachfrage mitgeteilt, dass Merz keine Honorarprofessur dort gehabt habe. "Die Schilderungen des Lesers kann die Uni nicht bestätigen."
Weiter heißt es in dem Statement des "Spiegel": "Telefonische Nachfragen beim Leser ergeben, dass auch er keine Belege für seine Schilderungen hat und auch niemanden benennen kann, der bei den angeblichen Merz-Vorlesungen dabei war."
"All diese Nachfragen und Gegenproben hätten nahegelegen bei einer Tatsachenbehauptung wie der vom Leser in seinem Brief geschilderten. Dass nichts davon vor der Veröffentlichung passiert ist, arbeiten wir intern auf", so der "Spiegel". "Wir bitten Friedrich Merz und unsere Leserinnen und Leser um Entschuldigung."
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
kns/roj/news.de
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