Fußball-EM 2024: Urteil gegen mutmaßlichen Messerstecher von Public Viewing

Während einer Fußball-EM-Partie der Türkei zieht ein Mann beim Stuttgarter Public Viewing ein Messer und sticht zu. Wahllos? Oder aus Hass auf die Türkei? Das entscheidet ein Gericht.

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Der EM-Spielball für die UEFA EURO 2024 liegt auf dem Rasen. (Foto) Suche
Der EM-Spielball für die UEFA EURO 2024 liegt auf dem Rasen. Bild: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

Nach einem Messerangriff bei einem EM-Public-Viewing in Stuttgart steht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter kurz vor dem Abschluss. Das Landgericht Stuttgart will am Montag (11.30 Uhr) ein Urteil gegen den 26-Jährigen sprechen. Bei dem Angriff mitten auf dem voll besetzten Schlossplatz wurde niemand getötet, aber mehrere Menschen erlitten Verletzungen, mindestens einer davon schwebte in Lebensgefahr.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der geständige Syrer aus Hass auf die Türkei gezielt auf Menschen in türkischen Trikots, Schals und mit Fahnen des Landes eingestochen. Sie wirft ihm unter anderem sechsfachen versuchten Mord vor und fordert 13 Jahre Haft. Der Anwalt der Nebenklage, der vier Opfer vertritt, sieht das ähnlich.

Der Verteidiger des zuletzt in Besigheim (Kreis Ludwigsburg) gemeldeten Angeklagten plädiert hingegen auf acht Jahre Haft. Das Verhalten seines Mandanten lasse auf eine Psychose schließen.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

/roj/news.de

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