Donald Trump plant den Bau eines "Iron Dome for America", ein großes Raketenabwehrschild. In Russland stößt das Vorhaben auf Empörung. Ein russischer Diplomat droht bereits mit der Aufrüstung des Atomwaffenarsenals.
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- Donald Trump plant Bau von "iron Dome of America"
- Russischer Diplomat droht mit Aufrüstung des Atomwaffenarsenals
Seit dem Einmarsch von Wladimir Putin in die Ukraine im Februar 2022 wachsen die Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Der Kremlchef warnte mehrfach vor einer nuklearen Eskalation. Nun wies US-Präsident Donald Trump den Bau einen großen Raketenabwehrschilds in den USA an, dem "Iron Dome for America". In Russland stoßen die Pläne auf reichlich Empörung. Ein russischer Diplomat droht sogar mit der Aufrüstung des Atomwaffenarsenals.
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Zum Hintergrund: US-Präsident Donald Trump will eine Raketenabwehr für die USA nach dem Vorbild des israelischen Iron Dome entwickeln lassen. Ziel des "Iron Dome for America" solle es sein, ein Raketenabwehrsystem "der nächsten Generation" zu errichten, um das Vorhaben "Frieden durch Stärke" zu fördern, hieß es in einer vom Weißen Haus veröffentlichten Verfügung. Der "Iron Dome for America" soll laut der Verfügung neben Kurzstreckenraketen auch moderne Hyperschall- und Langstreckenraketen abwehren können - sowohl aus der Luft als auch aus dem Weltraum. Er würde damit deutlich über die bestehenden US-Abwehrsysteme hinausgehen, die vor allem auf Bedrohungen wie aus Nordkorea ausgerichtet sind.
Wegen Plänen für "Iron Dome of America": Russischer Diplomat droht mit Ausbau des Atomwaffenarsenals
Russland könne die quantitativen Beschränkungen für sein Atomwaffenarsenal aufheben, wenn die USA die Entwicklung des Raketenabwehrsystems vorantreiben, erklärte Grigorij Maschkow (Grigory Mashkov), Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, in einem Interview mit dem "International Affairs"-Journal. "Angesichts der neuen Realitäten ist es nicht mehr möglich, von strategischer Stabilität im klassischen bilateralen Kontext zu sprechen, da wir sonst in eine weitere Illusion verfallen könnten", sagte der Diplomat laut einer englischen Übersetzung der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. "Auf der internationalen Bühne sind viele Akteure aufgetaucht, die das globale Raketenaufgebot beeinflussen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir unter den gegenwärtigen Bedingungen der Konfrontation mit dem Westen und seiner Politik, Russland strategisch zu schaden, mit der Notwendigkeit konfrontiert werden, von den Beschränkungen der Atom- und Raketenarsenale zugunsten ihrer quantitativen und qualitativen Aufstockung abzurücken."
Grigory Mashkov warnt: "Raketenwettrüsten bereits in vollem Gange"
Maschkow erklärte, dass die Weiterentwicklung des globalen Raketenabwehrsystems der USA "die Aussichten auf eine Reduzierung der strategischen Offensivwaffen und die Wahrung der strategischen Stabilität unter den bisherigen Bedingungen zunichte" mache. "Ein Raketenwettrüsten ist bereits in vollem Gange. Das gilt auch für die groß angelegte Modernisierung der Atomwaffenarsenale und der Trägersysteme für Massenvernichtungswaffen. Die Militarisierung des Weltraums nimmt an Fahrt auf und wird in naher Zukunft wahrscheinlich zu einem weiteren Schauplatz militärischer Konfrontationen werden", warnte er.
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