Angst vor weiterem Putin-Angriff: Satellitenfotos zeigen neue Schützengräben an Litauen-Grenze

Neue Satellitenaufnahmen schüren die Sorge, dass Wladimir Putin zeitnah in das nächste europäische Land einmarschieren könnte. Auf den Bildern sind deutlich neue Schützengräben nahe der Litauen-Grenzen zu erkennen.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Dieses Satellitenbild zeigt die Belarus-Hauptstadt Minsk. (Foto) Suche
Dieses Satellitenbild zeigt die Belarus-Hauptstadt Minsk. Bild: AdobeStock/ Rumi (Symbolbild)
  • Besorgniserregende Satellitenbilder aus Belarus
  • Aufnahmen zeigen neue Schützengräben nahe der Litauen-Grenze
  • Angst vor weiterem Putin-Angriff wächst

Fast drei Jahre ist es her, dass Wladimir Putin den russischen Truppen den Einmarsch in die benachbarte Ukraine befohlen hat. Bis heute gehört der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko im Ukraine-Krieg zu den wichtigsten Verbündeten von Kremlchef Putin. Schließlich war er es, der Putin im Februar 2022 Teile seines Gebietes für Russlands Überfall auf die Ukraine zur Verfügung gestellt hatte.

Besorgniserregende Satellitenbilder aus Belarus

Vor diesem Hintergrund sind die neuen Satellitenaufnahmen, die "Radio Liberty Belarus" aktuell auf seiner Webseite veröffentlicht hat, besonders besorgniserregend. Denn sie lassen die Vermutung zu, dass Wladimir Putin möglicherweise einen Angriff auf das nächste europäische Land plant.

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Aufnahmen zeigen neue Schützengräben nahe der Litauen-Grenze

Laut des früheren Beraters des ukrainischen Innenministeriums Anton Geraschenko, der die Satellitenbilder ebenfalls auf seinem X-Account geteilt hat, zeigen die Aufnahmen, "dass in der Nähe der weißrussisch-litauischen Grenze militärische Schützengräben" entstanden sind. Ausgehoben wurde diese vom belarussischen Militär Ende 2024. Einer der Gräben soll 340 Meter lang und 5 bis 7 Meter breit sein. Damit wäre er breit genug für die Bewegung von Panzern. Westlich davon wurden zudem Infanteriegräben von fast 200 Metern Länge und verstreute Befestigungen angelegt.

"Diese Befestigungen könnten Teil des 'Widerstandszentrums' sein, dessen Bau das belarussische Verteidigungsministerium vor einem Jahr versprochen hatte", spekuliert Geraschenko bei X. "Nach Angaben von RL Belarus steht dieses Gebiet unter Naturschutz und gehört zum Landschaftsschutzgebiet Gorodenskaya Pushcha der Republik Belarus." Ob Wladimir Putin hier seine Finger tatsächlich im Spiel haben könnte, ist unklar.

Angst vor Putin-Angriff auf nächstes Europa-Land wächst

In den vergangenen Monaten und Wochen seit Beginn des Ukraine-Krieges hatten Wladimir Putin und seine Kreml-Propagandisten immer wieder damit gedroht, auch das Baltikum (Litauen, Lettland, Estland) anzugreifen. Ob die neuen Schützengräben in Belarus dafür der erste Schritt sind, bleibt abzuwarten.

Europa bereitet sich im Stillen auf Putin-Angriff vor

Fakt ist: Etliche Länder in Europa bereiten sich bereits im Stillen auf einen Angriff von Wladimir Putin vor. Denn auch Andrius Kubilius, EU-Kommissar für Verteidigung und ehemaliger Premierminister Litauens, hatte im September erklärt, dass Putin seiner Meinung nach in sechs bis acht Jahren bereit wäre, die Nato und die EU anzugreifen.

Baltikum wappnet sich vor Putin-Angriff - Litauen, Lettland und Estland verstärken ihre Landesgrenzen

In den drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland wurde deshalb ein Abkommen unterzeichnet, um den Schutz entlang ihrer Landesgrenzen zu Russland und Weißrussland zu verstärken. Entlang der estnischen Grenze soll es bereits ein "Netzwerk von Bunkern, Stützpunkten und Verteilungsleitungen" für den Ernstfall geben. An Litauens Grenze wiederum wurden Minen und andere Verteidigungsanlagen wie Drachenzähne gegen Panzer und gepanzerte Fahrzeuge aufgestell.

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/news.de/dpa

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