Wladimir Putin: Sie werden nicht glauben, was in Russland alles verboten ist

In Russland hat durch Machthaber Putin ein strenges Regime Einzug gehalten. Nach einigen dubiosen Vorschlägen, wie dem Flirt-Verbot von ausländischen Männern mit russischen Frauen oder der Diskriminierung Homosexueller per Gesetz, gibt es ein paar abenteuerliche Verbote, die tatsächlich in Kraft getreten sind. Hier ein Auszug.

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Nachdem Wladimir Putin erneut nach dem Zepter der Macht griff, weht in Russland ein anderer Wind. Es gibt viele neue Verbote - das Land und die westliche Gemeinschaft scheinen nunmehr Welten zu trennen. Wir haben die schrägsten russischen Verbote zusammengetragen.

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Putin führt ein strenges Regime. (Foto) Suche
Putin führt ein strenges Regime. Bild: Mikhail Klimentyev / Ria Novosti/picture alliance/dpa

Russisches Verbot: keine Dessous und keine High Heels

Das Verbot von Dessous feierte am 1. Juli 2015 sein einjähriges Bestehen. Das Gesetz dazu wurde im Jahr 2014 verabschiedet, ähnlich wie das Gesetz gegen das Tragen von High Heels. Mit den Erlassen soll vor allem die Gesundheit der Frauen geschützt werden. Nun dürfen russische Frauen, zumindest offiziell, keine Absätze haben, die höher sind als fünf Zentimeter. Alles höhere ist nämlich ungesund.

Spitzenunterwäsche wurde ebenfalls aus gesundheitlichen Bedenken verboten. Zumindest die, die einen Baumwollanteil von weniger als sechs Prozent hat, da diese nicht genug Flüssigkeit aufnehmen kann. Die Produktion, der Import und der Vertrieb von Dessous ist seit Sommer 2014 in Russland untersagt.

Putin-Gesetze gängeln die Opposition
Russland
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  • VERSAMMLUNGSGESETZ:

    Auf Verstöße bei Demonstrationen stehen deutlich drastischere Geldstrafen - für Privatpersonen sind das bis zu 300.000 Rubel (rund 7500 Euro). Das Gesetz trage zu Sicherheit und Ordnung bei, sagen Befürworter. Nach Ansicht von Bürgerrechtlern soll es zusammen mit älteren Gesetzen Aktionen der Opposition erschweren.

  • «AGENTEN»-GESETZ:

    Stiftungen und Organisationen, die für politische Arbeit in Russland Geld aus Deutschland und anderen Ländern erhalten, müssen sich als «ausländische Agenten» kennzeichnen. Legen Mitarbeiter die Finanzströme nicht offen, drohen ihnen Geld- oder Haftstrafen. Das Gesetz stärkt angeblich die Zivilgesellschaft. Menschenrechtler aber fürchten, als Spione verunglimpft zu werden.

  • VERLEUMDUNGSGESETZ:

    Der Tatbestand der Verleumdung steht wieder im Strafgesetzbuch. Journalisten fürchten nun einen Maulkorb. Zudem solle die Opposition mundtot gemacht werden, meinen Kritiker. So könne jeder wegen Kritik an der Führung vor Gericht landen.

  • INTERNETGESETZ:

    Behörden können unter Verweis auf den Kinderschutz ohne gerichtliche Entscheidung Internetseiten sperren lassen. Gegner des umstrittenen Gesetzes sehen die Gefahr eines Missbrauchs für politische Zwecke und der Zensur im größten Land der Erde. Das Gesetz solle die über das Internet mobilisierte Protestbewegung behindern.

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    Russland verbietet Yoga - als Teil eines religiösen Kults

    Seit neuestem ist den russischen Behörden Yoga ein Dorn im Auge. Die Russen wollen nämlich Aktivitäten zurückschrauben, die mit einem religiösen Kult in Verbindung gebracht werden - das scheint auch für das allseits beliebte Yoga zuzutreffen.

    Zwei Fitness-Studios, die Yoga im Programm haben, erhielten bereits einen Brief, der sie auffordert, das Angebot einzustellen. Das soll dann die "Verbreitung neuer religilöser Kults und Bewegungen" verhindern, vor allem den Hatha Joga, welcher in Europa sehr beliebt ist - und ganz entscheidend mit religiösen Praktiken verknüpft ist, schreibt die "Moscow Times".

    Auf Putins Abschuss-Liste: Amnesty International, Transparency und Human Rights Watch

    Kaum ist das Gesetz gegen Yoga, High Heels und Co. durch, hat Putin auch schon seinen nächsten Streich umgesetzt. Der besteht nämlich aus einem Verbot der gemeinnützigen Organisationen Amnesty International, Transparency und Human Rights Watch. Diese sind anscheinend ziemlich unerwünscht in Russland. Auch dürfen russische Banken für die Organisationen keine Geschäfte mehr abwickeln, schreibt der "Tagesspiegel" und: "Bei Zuwiderhandlungen drohen hohe Geldstrafen, Wiederholungstätern sogar Haft."

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    gea/zij/news.de

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