Schrecklicher Unfall: Kopfhaut eingrissen! Junge beinahe von Rolltreppe skalpiert

Rolltreppen sind beliebt. Doch die Sicherheit ist trügerisch. Vor zwei Jahren wurde ein Junge fast skalpiert und überlebte nur durch großes Glück. An den Sicherheitsvorkehrungen hat sich bisher nichts getan.

Uhr

Sie sind überall. In fast jedem Einkaufszentrum, an Bahnhöfen und auf Flughäfen findet man Rolltreppen. Sie sollen Menschen schnell von einer Etage zur nächsten bringen. Doch sie sind gefährlich. Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu 900 Unfällen. Viele enden mit schwersten Verletzungen, so wie beim zehnjährigen Valentin. Er wurde von einer Rolltreppe fast skalpiert.

Tante steckt Nadeln in Baby: Erfahren Sie hier mehr über die grausame Misshandlung.

Rolltreppen versprechen eine trügerische Sicherheit: Ein Junge wurde bei einem Unfall fast skalpiert. (Foto) Suche
Rolltreppen versprechen eine trügerische Sicherheit: Ein Junge wurde bei einem Unfall fast skalpiert. Bild: picture-alliance / dpa / Boris Roessler

Dramatischer Unfall: Rolltreppe zieht Haare ein

Eine 15 Zentimeter lange Narbe an seinem Hinterkopf wird den Jungen ein Leben lang an den schrecklichen Unfall erinnern. Auf dem Weg zur Tante passierte das Unglück am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Valentin fährt mit seiner Mutter und seinen Geschwistern die Rolltreppe nach oben. Doch dann der wohl tragischste Moment im Leben der kleinen Familie. Der damals Achtjährige legt seinen Kopf aus Spaß auf den Handlauf. Womit niemand rechnet: Seine Haare werden eingezogen.

Bevor er erblindet: Eltern zeigen Kind noch einmal die Welt. Lesen Sie hier mehr über die rührende Geschichte.

Kopfhaut reißt, Junge fast skalpiert

Die enorme Kraft der Rolltreppe bringt Valentins Kopfhaut zum Reißen. Sein Schädel wird in den engen Spalt zwischen Treppe und Wand gezogen. Wie seine Mutter im Interview mit RTL erklärt, war überall Blut. Es lief aus der Nase, dem Mund und den Ohren. «Mama, muss ich jetzt sterben?», sagte der kleine Valentin zu seiner Mutter. Er wird sofort ins Krankenhaus eingeliefert und operiert.

Auch interessant: Mann täuscht jahrelang Koma vor!

Die dümmsten Tode
Darwin-Award
zurück Weiter
  • Zwei Einbrecher wollten einen Geldautomaten aufsprengen. Dabei benutzten so jedoch so viel Sprengstoff, dass das komplette Gebäude über ihnen einstürzte - und die beiden tötete. Dafür gewannen sie den Darwin-Award des Jahres 2009.

  • Ein Jugendlicher wollte gern eine Cola trinken, aber dafür kein Geld ausgeben. Also trat er mehrfach gegen den Automaten, um eine Dose zu ergattern. Leider fiel der Automat bei der Attacke um und zerquetschte den Sparfuchs.

  • Ein Rollstuhlfahrer aus Südkorea ärgerte sich maßlos, als sich die Aufzugstür direkt vor seiner Nase schloss. Also rammte er mit seinem Rollstuhl die Tür so lange, bis sie nachgab. Der Mann fiel in den Aufzugsschacht - und in den Tod.

  • Selbst ist der Mann: Der 64-jährige Mieczyskaw Mil wollte eine 4800-Volt-Leitung selbst reparieren, weil ein Unwetter die Stromzufuhr gekappt hatte. Er kam mit Kettensäge und Plastiktüten um die Schuhe zum Mast, stand in einer Regenfütze und bearbeitete die Leitung. Bei diesem Starkstrom halfen auch seine Plastiktüten nicht mehr.

  • Ein Australier hatte mit Silvesterknallern expermimentiert und sich einen Kracher zwischen die Pobacken geschoben. Dann stolperte er und fiel auf sein Hinterteil. Der Notarzt verglich die Verletzung mit einer Kriegswunde, weil die Explosion nach oben gedrückt worden sei und den Körper zerrissen hätte.

  • Fast schon ein Klassiker ist der freie Fall des Rechtsanwalts Garry Hoy. Er versuchte, einer Besuchergruppe die Stärke der Fensterscheiben eines Wolkenkratzers zu demonstrieren. Dazu warf er sich gegen das Glas. Das zerbrach jedoch, Hoy stürzte 24 Stockwerke nach unten und war sofort tot.

  • Es war wohl sein erster Überfall: Ein Mann aus Renton im US-Bundesstat Washington ging in ein Waffengeschäft. Vor dem Laden, er hatte ihn vermutlich übersehen, parkte ein Polizeiwagen. Der Polizist stand im Waffengeschäft und trank einen Kaffee. Der dilletantische Überfaller feuerte noch ein paar Schüsse im Laden ab, bis ihn die Kugeln von Polizist und Ladenbesizer trafen.

  • Im britischen York wollte ein 41-Jähriger sein Gartenhäuschen abbauen und wählte dafür eine fatale Vorgangsweise: Er riss zunächst die Wände ein, wonach ihm unglücklicherweise das Betondach auf den Kopf fiel.

  • Zwei stark angetrunkene Heavy-Metal-Fans wollten via Ladefläche ihres Pickup-Trucks über einen 2,70 Meter hohen Zaun steigen, um das Open-air-Konzert der Band Metallica zu sehen. Sie übersahen jedoch den zwölf Meter tiefen Abhang auf der anderen Seite. Der erste Fan blieb mit seiner Jacke in einem Baum hängen. Er schnitt sich mit seinem Messer frei und fiel die restlichen acht Meter in spitzes Astwerk hinein, das ihn schwer verletzte. Der andere versuchte, ihn mit einem am Pickup befestigten Seil hinaufzuziehen, legte dabei aber den Rückwärtsgang ein und stürzte ebenfalls hinunter. Beide Männer starben.

  • Der erst 19-jährige Gregory David Pryor wurde durch einen Schuss aus dem Vorderladergewehr seines Vaters getötet. Die Entstehungsgeschichte: Er hatte versucht, mit einem Feuerzeug in den Lauf zu leuchten, um dessen Sauberkeit zu kontrollieren. Die Flamme entzündete Pulverreste, die Waffe explodierte.

  • Ein Alkoholiker aus Texas hatte ein Faible für Darmspülungen. Seine Vorliebe wurde ihm zum Verhängnis, als er während einer Halsentzündung sein ungewöhnliches Hobby mit der Sucht verknüpfte. Drei Liter Sherry fanden mithilfe eines hochprozentigen Einlaufs den umgekehrten Weg in seinen Körper. Das bescherte ihm einen Rausch von 4,7 Promille und den Exitus.

  • In Taiwan lieferten sich zwei Studenten ein folgenschweres Duell um die Gunst einer gemeinsam angebeteten Kommilitonin. Während einer Party entschieden sie sich, wie Lanzenreiter mit ihren Motorrollern aufeinander zuzufahren. Wer als erster abdreht, sollte der Verlierer sein. Blöd nur, dass keiner seine Richtung änderte. Die jungen Taiwanesen waren tot, das Mädchen sagte danach, sie habe ohnehin an keinem von beiden Interesse gehabt.

  • Vorsicht, wenn das Telefon im Schlaf klingelt: Ken Charles Barger aus North Carolina wurde angerufen, als er spät abends stark alkoholisiert auf dem Bett lag. Er verwechselte Telefon und Revolver, die beide auf dem Nachttisch lagen. Beim «Abheben» löste sich ein Schuss und traf ihn in den Kopf.

  • Ein Zivilangestellter der US-Air Force klaute eine Starthilfe-Rakete, die eigentlich für Zusatz-Schub für Flugzeuge gedacht ist. Er befestigte die Rakete an seinem Auto und zündete sie. Die Beschleunigung war enorm, das Fahrzeug erreichte 450 Stundenkilometer - und knallte nach sechs Kilometern inklusive Fahrer in eine Felswand.

  • Zu viel Klassik: Tony Roberts trank ein paar Bier zuviel mit einem Freund, bevor sie beschlossen, Wilhelm Tell nachzuspielen. Der Freund versuchte, Roberts eine Bierdose vom Kopf zu schießen, traf aber nur das Auge.

  • Shawn Motero stecke im Stau in Florida fest, als er ganz dringend einmal eine Notdurft verrichten musste. Deshalb sprang er aus seinem Wagen und mit Schwung über die nächste Mauer, um sich an einem stilleren Örtchen zu erleichtern. Leider hatte er nicht bedacht, dass er sich auf einer Brücke befand. Motero fiel 20 Meter in den Tod.

  • Ein Deutscher kämpfte gegen die Maulwürfe in seinem Garten. Er legte Metallstangen aus und verband sie mit der Stromleitung. Allerdings stand er selbst noch mitten im Grünen, so traf ihn der finale Schlag.

  • Eigentlich hätte Michael Anderson Godwin wegen zweifachen Mordes auf dem elektrischen Stuhl landen sollen, doch er hatte zunächst Glück, weil seine Strafe in eine lebenslängliche Haft umgewandelt wurde. Während er in seiner Zelle auf einer Metalltoilette saß, versuchte er, den Fernseher zu reparieren - und wurde durch einen Stromschlag getötet.

  • Larry Waters Traum war das Fliegen. Deshalb besorgte er Dutzende Wetterballons, füllte sie mit Helium und befestigte sie an einem Gartenstuhl. Schließlich nahm er noch eine Schrotpistole an Bord, um damit Ballons zu zerschießen, wenn er wieder herunter wollte, und lichtete den Anker. Er wollte zehn Meter in die Höhe und pendelte sich schließlich auf 3000 Metern ein. Weil er sich nicht traute, Ballons zu zerschießen, trieb er schließlich auf den Flughafen von Los Angeles zu. Am Ende verhedderte er sich in einem Mast und konnte gerettet werden. Weil er nicht starb, die Geschichte aber trotzdem dumm genug war, gab es dafür eine «lobende Erwähnung» beim Darwin-Award.

  • Ein Wanderer wollte im Yosemite-Nationalpark nur seine Füße im Merced-Bach abkühlen. Dann wurde er von der Strömung mitgerissen und stürzte einen 180-Meter-Wasserfall hinab. Auch dafür gab es eine Nominierung für das dämlichste Ausscheiden aus dem Leben.

  • 1 von 20

    Sicherheitsvorkehrungen angeblich ausreichend

    Fehlende Sicherheitsvorkehrungen führten zu dem schrecklichen Unfall. Laut RTL will der Betreiber der Rolltreppe die Sicherheit nicht erhöhen. Denn die Treppe sei ja TÜV-geprüft. «Gerade in kalten Jahreszeiten sollte man aufpassen. Die Menschen tragen dann häufig einen Schal. Beugen diese sich vor, um sich beispielsweise die Schuhe zu binden, besteht die Gefahr, dass der Schal in der Rolltreppe hängen bleibt», erklärt Lars Lindert von der Prüfgesellschaft Dekra gegenüber RTL. Durch die Kraft der Rolltreppe ist es nahezu unmöglich, den Schal herauszuziehen. Das Schlimme: So ein Unfall kann mit einem Genickbruch enden.

    Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

    bua/fro/news.de

    Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.

    Bleiben Sie dran!

    Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.