Polizei News für Goslar, 21.03.2025: Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2024 für die Region Goslar

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Im thüringischen Ziegenrück hat ein Mann auf Polizeibeamte geschossen (Symbolbild). (Foto) Suche
Im thüringischen Ziegenrück hat ein Mann auf Polizeibeamte geschossen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Destina

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2024 für die Region Goslar

Goslar (ots) -

Nach Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2024 ist ein deutlicher Straftatenrückgang zu verzeichnen, wobei die Aufklärungsqoute anstieg: Mit 64,97 Prozent stellt diese sogar den zweitbesten Wert der letzten zehn Jahre dar. Der Straftatenrückgang auf 8.456 Delikte wird mit einem Minus von 921 Fällen im Vorjahresvergleich ebenfalls als eine äußerst positive Entwicklung gewertet.

Dies schlägt sich auch auf die errechnete Häufigkeitszahl von 6.288 nieder, welche der Indikator für durch Kriminalität verursachte Gefährdung ist. Sie liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Die Häufigkeitszahl zeigt die Kriminalitätsbelastung in relativen Zahlen und liegt für die Region Goslar unter dem Landesdurchschnitt.

Neben diesem Indikator für Kriminalitätsbelastung zeigen größtenteils sinkende oder gleichbleibende Fallzahlen in den meisten Phänomenbereichen ohne nennenswerte Ausreißer, dass der Landkreis Goslar weiterhin zu den sichersten Lebensbereichen in Niedersachsen zählt:

Delikte gegen das Leben sind auf zehn Taten zurückgegangen, wobei sieben im Versuchsstadium endeten. Vollendete vorsätzliche Tötungsdelikte wurden in 2024 nicht verzeichnet.

Die Sexualdelikte befinden sich in der Gesamtschau mit einem marginalen Anstieg um drei Taten nahezu auf dem Vorjahresniveau. Gleichwohl bleiben die Delikte auf einem hohen Niveau. Der starke Anstieg der letzten 10 Jahre ist hauptsächlich auf anwachsende Fallzahlen für die strafbare Verbreitung pornographischer Inhalte zurückzuführen.

Als Straßenkriminalität wird jene Kriminalität bezeichnet, die insbesondere im öffentlichen Raum stattfindet (beispielsweise Raubtaten). Diese Delikte zeigen erfreulicherweise ein im Zehnjahrestrend betrachtetes niedriges Niveau. Der öffentliche Raum in Goslar kann daher als vergleichsweise sicher bezeichnet werden.

Rohheitsdelikte sind leicht rückläufig, wobei 60 Bedrohungen mehr als im Vorjahr gezählt wurden. Körperverletzungsdelikte hingegen, die oftmals mit einer Bedrohung einhergehen, verringerten sich um 99 Taten, was den oben angeführten Anstieg relativiert. Die Mehrzahl der aufgeklärten Rohheitsdelikte, die durch Kinder, Jugendliche und Heranwachsende begangen wurden, richtete sich gegen die gleiche Altersstruktur.

Bei der Gewalt gegen Polizeibeamte ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen, wobei noch immer 67 Taten registriert wurden (2023: 83 Fälle).

Die Fallzahlen bei Häuslicher Gewalt steigen weiterhin stetig an, wobei die Erhellung des Dunkelfeldes stark vom Anzeigeverhalten abhängt. Es wurden 643 Fälle bekannt, 49 Taten mehr als im Vorjahr.Auch bei den Eigentumsdelikten verzeichnet die Statistik weniger Taten als im Vorjahr, der Rückgang kann hier mit -12,79% beziffert werden.

Bei näherer Betrachtung der Einzelbereiche der Diebstähle, ist lediglich ein Anstieg im Bereich des schweren Diebstahls an und aus Kraftfahrzeugen zu verbuchen.

Wohnungseinbruchsdiebstähle und Tageswohnungseinbrüche gingen hingegen um 30 Prozent zurück. Die Aufklärungsquote im Bereich der Einbrüche kann mit 26,73 Prozent als hervorragend bezeichnet werden.

Vermögens- und Fälschungsdelikte sind auf den ersten Blick mit 1.354 Fällen bei steigender Aufklärungsquote um 16,06 Prozent rückläufig. Eine Vielzahl der Täter agiert in diesem Phänomenbereich allerdings aus dem Ausland, was eine statistische Auswertung über die ausschließlich Inlandstaten abbildende Kriminalstatistik erschwert bzw. nur bedingt aussagekräftig macht. So verzeichnet die PI Goslar allein 838 Auslandstaten im Betrugsbereich, die hier zum Erfolg führten oder führen sollten. 30 Erpressungen, 66 Erpressungen auf sexueller Basis und 117 Fälle des Ausspähens von Daten runden das Bild ab, um nur einige herausragende Beobachtungen der insgesamt 1.139 Auslandstaten zu nennen.

Aufklärungsoffensiven und die Sensibilisierung insbesondere älterer Menschen im Hinblick auf Betrügereien scheinen von Erfolg gekrönt zu sein. So wurden in 2024 noch zwölf vollendete Taten des sogenannten Enkeltricks verzeichnet, 40 weitere ebbten im Versuchsstadium ab. Auch das Phänomen des Auftretens falscher Polizeibeamter ist im Ergebnis rückläufig. Zwar wurden mehr Versuchstaten verzeichnet, jedoch nur 7 Taten vollendet.

Hoch hingegen ist der trotz rückgehender Zahlen entstandene Schaden. Hier wurden 104.894,51 Euro durch Enkeltrick und 234.501 Euro durch falsche Polizeibeamte erbeutet.

Die Sensibilisierung in diesen Deliktsfeldern, durch die polizeiliche Präventionsarbeit als auch durch Angehörige und andere Menschen aus dem direkten Umfeld, leisten daher einen wichtigen Präventionsbeitrag. Seien sie wachsam im Internet und am Telefon!

Gerade hier sind wir alle auch im Jahr 2025 vor große Herausforderungen gestellt, wobei die Polizei Goslar weiterhin als verlässlicher Partner agieren und Ihnen wie gewohnt zur Seite stehen wird.

Diese Meldung wurde am 21.03.2025, 13:09 Uhr durch die Polizeiinspektion Goslar übermittelt.

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Kriminalstatistik zur Gewaltkriminalität im Kreis Goslar

Über die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) wurden im Kreis Goslar im Jahr 2022 insgesamt 318 Straftaten der Kategorie Gewaltkriminalität registriert, 14% davon blieben versuchte Straftaten. In 1 Fall wurde mit einer Schusswaffe gedroht, in 2 Fällen auch von ihr Gebrauch gemacht. Im letzten Jahr lag die Aufklärungsquote der Straftaten mit gewalttätigem Hintergrund bei 86%. Von insgesamt 287 Tatverdächtigen konnten 242 Männer und 45 Frauen identifiziert werden. 24% der Tatverdächtigen sind nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 2179
21 bis 2537
25 bis 3027
30 bis 4062
40 bis 5032
50 bis 6030
über 6020

Im Jahr 2021 erfasste die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 233 Straftaten der Kategorie Gewaltkriminalität im Kreis Goslar, die Aufklärungsquote lag bei 88%.

Unter dem Straftatbestand "Gewaltkriminalität" fasst das BKA Mord und Totschlag, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, Raubdelikte sowie gefährliche und schwere Körperverletzung und Verstümmelung weiblicher Organe zusammen.

Kriminalstatistik zu Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis Goslar

Einfacher Diebstahl kann nach deutschem Recht mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden. Bei schwerem Diebstahl steigt die maximale Strafe auf zehn Jahre. Dazu zählen beispielsweise bandenmäßiger Diebstahl oder Wohnungseinbrüche. Auch das Mitführen einer Waffe kann dazu führen, dass die Strafe höher ausfällt. Wird mit der Waffe gedroht, handelt es sich nicht mehr um Diebstahl, sonder um Raub, dafür sind sogar Gefängnisstrafen bis zu 15 Jahren möglich.
Insgesamt gab es im Jahr 2022 rund 1,8 Millionen Diebstähle. Das sind 20,0 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor.
Rund drei von zehn Diebstählen wurden 2022 aufgeklärt. Allerdings gibt es dabei deutliche Unterschiede je nach Diebstahlart. Sobald Geld gestohlen wird, werden nur 7,9 Prozent der Fälle aufgeklärt, bei Ladendiebstählen sind es 89,8 Prozent. Allerdings werden nicht alle Fälle gemeldet. Gerade bei Ladendiebstählen werden oft nur jene Fälle angezeigt, bei denen der Dieb oder die Diebin bereits erwischt wurde.

Kriminalstatistik zu Straftaten der Kategorie Raubüberfälle in Wohnungen im Kreis Goslar

2022 wurden durch die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) im Kreis Goslar 7 Straftaten der Kategorie Raubüberfälle in Wohnungen verzeichnet. Die Aufklärungsquote lag hier bei 71,429%. In 0% der Fälle blieb es bei einer versuchten Straftat. Unter den insgesamt 10 Tatverdächtigen befanden sich 10 Männer und 0 Frauen. 10% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 212
21 bis 250
25 bis 301
30 bis 404
40 bis 503
50 bis 600
über 600

Für das Jahr 2021 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 6 erfasste Fälle von Raubüberfällen im Kreis Goslar bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 83%.

Kriminalstatistik zum Straftatbestand Mord und Totschlag im Kreis Goslar

Im Jahr 2022 registrierte die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) im Kreis Goslar 11 Straftaten aus dem Bereich Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen. In 81,818% der Fälle blieb es bei versuchter Tötung. In 2 Fällen wurde geschossen. Die Aufklärungsrate lag 2022 bei 100%. Unter den insgesamt 12 Tatverdächtigen befanden sich 9 Männer und 3 Frauen. 33% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 211
21 bis 251
25 bis 303
30 bis 403
40 bis 501
50 bis 602
über 601

Für das Jahr 2021 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 0 erfasste Fälle von Straftaten im Bereich Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen im Kreis Goslar bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 100%.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs generiert. Übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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