
(279) Mann in Wohnung überfallen und schwer verletzt - erneuter Zeugenaufruf
Ansbach (ots) -
Wie mit Meldung 261 vom 13.03.2025 berichtet, gelang es der Sonderkommission 'Stadtgraben' bei der Ansbacher Kriminalpolizei, einen 47-jährigen Tatverdächtigen im Fall des in der Nacht von Faschingsdienstag (04.03.2025) auf Aschermittwoch (05.03.2025) in seiner Wohnung überfallenen und zwischenzeitlich verstorbenen 66-jährigen Mannes (Meldungen 236 und 241) festzunehmen. Nun bitten die Beamten erneut um Mithilfe aus der Bevölkerung.
Wie berichtet, ging am 05.03.2025 gegen 13:30 Uhr über den Polizeinotruf die Mitteilung ein, dass ein Mann mehrere Stunden zuvor in seiner Wohnung in der Büttenstraße überfallen und schwer verletzt worden sei.
Eine Streife der Polizeiinspektion Ansbach traf in der Wohnung auf den Mitteiler und den Geschädigten (66). Laut Aussage des 66-Jährigen verschaffte sich ein bislang unbekannter Täter gewaltsam Zugang zu seiner Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Der Geschädigte lag zu diesem Zeitpunkt schlafend im Bett, der Unbekannte verprügelte den Mann und fügte ihm schwere Kopfverletzungen zu.
Als der Geschädigte mehrere Stunden später wieder zu sich kam, verständigte er den Mitteiler, welcher die Polizei anrief. Der 66-Jährige wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
In der Nacht zum vergangenen Freitag (07.03.2025) verließ der schwer verletzte Mann aus bislang unbekannten Gründen das Klinikum. Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung mehrerer Streifen der Polizeiinspektion Ansbach, bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt war, konnte er wenige Stunden später leblos aufgefunden werden. Reanimationsversuche blieben erfolglos.
Auf Grund des wahrscheinlichen Zusammenhangs des Todes des Mannes mit dem vorausgegangenen Gewaltdelikt aus der Nacht zum Aschermittwoch hat die Ansbacher Kriminalpolizei die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikt übernommen. Zur schnellen und umfassenden Aufklärung des Tatgeschehens wurde die Sonderkommission (Soko) 'Stadtgraben' ins Leben gerufen. Die Ermittler stellten seitdem umfangreiche Untersuchungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ansbach an. Hierzu wurde neben der Auswertung gesicherter Spuren insbesondere das Umfeld des Opfers genau unter die Lupe genommen. Im Rahmen der Ermittlungen ergab sich zwischenzeitlich ein dringender Tatverdacht gegen einen 47-jährigen Bekannten des Mannes. Nach Stellung eines Haftantrags durch die Ansbacher Staatsanwaltschaft wurde der Tatverdächtige am Dienstagnachmittag im Stadtgebiet Ansbach festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ zwischenzeitlich Haftbefehl wegen Mordes.
Die Arbeit der Soko 'Stadtgraben' dauert unterdessen weiter an. Demnach dürfte der 47-jährige Tatverdächtige für mindestens zwei weitere Überfälle auf Männer im Ansbacher Stadtgebiet verantwortlich sein. Die aktuellen Ermittlungen ergaben, dass der Tatverdächtige am Abend des 23.02.2025 (Sonntag) mutmaßlich einen 74-jährigen Mann nach einem Gaststättenbesuch angriff und erfolglos versuchte, diesem Geld zu stehlen. Wenige Stunden später überfiel er einen weiteren Mann (54), der gerade aus einer Gastwirtschaft kam und entwendete diesem Bargeld und andere Wertgegenstände. Die derzeitigen Erkenntnisse führen die Ermittler zu der Annahme, dass der 47-Jährige im Verlaufe der vergangenen Monate weitere derartige Überfälle begangen haben könnte, die bislang noch nicht zur Anzeige gebracht worden sind. Daher bitten die Beamten mögliche Geschädigte, die auf ähnlich gelagerte Weise im Raum Ansbach angegriffen worden sind, sich zu melden. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken nimmt unter der Rufnummer 0911 2112 - 3333 rund um die Uhr Hinweise entgegen.
Zum Fortgang des Verfahrens erteilt der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Ansbach, Herr Oberstaatsanwalt Heinzlmeier, unter der Telefonnummer 0981 58-267, weitere Auskünfte.
Erstellt durch: Christian Seiler / mc
Diese Meldung wurde am 19.03.2025, 12:08 Uhr durch das Polizeipräsidium Mittelfranken übermittelt.
Auch interessant zur Region:
Blitzer in Herrieden aktuell am Mittwoch: Hier nimmt die Polizei am 19.03.2025 Raser ins Visier
Blitzer in Feuchtwangen aktuell am Mittwoch: Hier nimmt die Polizei am 19.03.2025 Raser ins Visier
Corona-Zahlen im Landkreis Ansbach aktuell: RKI-Fallzahlen, Impfquoten und mehr
Corona-Zahlen in Ansbach aktuell: Inzidenz für Ansbach, Bayern und Deutschland
Blitzer in Ansbach aktuell am Mittwoch: Hier nimmt die Polizei am 19.03.2025 Raser ins Visier
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an und verpassen Sie keine Schlagzeile mehr – bleiben Sie mit news.de immer auf dem neuesten Stand!
Erfahren Sie mehr über die aktuellen Geschehnisse in Ihrer Region, einschließlich Wettervorhersagen, Warnmeldungen und vielem mehr, auf unserer Regio-News-Seite für Ansbach verpassen Sie keine wichtigen Informationen mehr!
Kriminalstatistik zu Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis Ansbach
Bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen Dieben in Deutschland, wenn sie erwischt werden. Bei schwerem Diebstahl steigt die maximale Strafe auf zehn Jahre. Dazu zählen beispielsweise bandenmäßiger Diebstahl oder Wohnungseinbrüche. Auch das Mitführen einer Waffe kann dazu führen, dass die Strafe höher ausfällt.
Insgesamt gab es im Jahr 2022 rund 1,8 Millionen Diebstähle. Das sind 20,0 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor.
Rund drei von zehn Diebstählen wurden 2022 aufgeklärt. Allerdings gibt es dabei deutliche Unterschiede je nach Diebstahlart. Sobald Geld gestohlen wird, werden nur 7,9 Prozent der Fälle aufgeklärt, bei Ladendiebstählen sind es 89,8 Prozent. Allerdings werden nicht alle Fälle gemeldet. Gerade bei Ladendiebstählen werden oft nur jene Fälle angezeigt, bei denen der Dieb oder die Diebin bereits erwischt wurde.
Kriminalstatistik zu Straftaten der Kategorie Raubüberfälle in Wohnungen im Kreis Ansbach
2022 wurden durch die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) im Kreis Ansbach 1 Straftaten der Kategorie Raubüberfälle in Wohnungen verzeichnet. Die Aufklärungsquote lag hier bei 100%. In 0% der Fälle blieb es bei einer versuchten Straftat. Unter den insgesamt 2 Tatverdächtigen befanden sich 1 Mann und 1 Frau. 0% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.
Alter | Anzahl Tatverdächtige |
---|---|
unter 21 | 1 |
21 bis 25 | 1 |
25 bis 30 | 0 |
30 bis 40 | 0 |
40 bis 50 | 0 |
50 bis 60 | 0 |
über 60 | 0 |
Für das Jahr 2021 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 0 erfasste Fälle von Raubüberfällen im Kreis Ansbach bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 0%.
Kriminalstatistik zum Straftatbestand Mord und Totschlag im Kreis Ansbach
Im Jahr 2022 registrierte die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) im Kreis Ansbach 1 Straftat aus dem Bereich Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen. In 100% der Fälle blieb es bei versuchter Tötung. Die Aufklärungsrate lag 2022 bei 100%. Unter den insgesamt 1 Tatverdächtigen befanden sich 1 Mann und 0 Frauen. 100% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.
Alter | Anzahl Tatverdächtige |
---|---|
unter 21 | 0 |
21 bis 25 | 0 |
25 bis 30 | 0 |
30 bis 40 | 1 |
40 bis 50 | 0 |
50 bis 60 | 0 |
über 60 | 0 |
Für das Jahr 2021 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 0 erfasste Fälle von Straftaten im Bereich Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen im Kreis Ansbach bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 100%.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs generiert. Übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Bleiben Sie außerdem mit unserem Polizeiticker immer und überall auf dem Laufenden!
Folgen Sie News.de schon bei WhatsApp, Facebook, Twitter, Pinterest und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos und den direkten Draht zur Redaktion.
roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.