Polizeimeldungen für Wiesbaden, 19.03.2025: Innere Sicherheit kostet: Investitionen in die Infrastruktur gefordert - Schutz der Beschäftigten muss verbessert, Zulagenwesen überarbeitet werden -

Aktuelles von der Polizei aus Wiesbaden: Was ist heute passiert? Der DPolG Hessen informiert über Polizeimeldungen von heute. News.de hält Sie auf dem Laufenden zu Unfall-, Brand- und Verbrechensmeldungen in Ihrer Region.

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Aktuelle Polizeimeldung: Blaulichtreport Bild: Adobe Stock / Karl-Heinz H

Innere Sicherheit kostet: Investitionen in die Infrastruktur gefordert - Schutz der Beschäftigten muss verbessert, Zulagenwesen überarbeitet werden -

Wiesbaden (ots) -

In der dritten Sicherheitskonferenz West der DPolG-Landesverbände Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz tauschten sich die Spitzenvertreter der anwesenden Landesverbände zu tagespolitischen Themen aus.

Neben den bewährten Themen wie Alimentation, Taser und Personal waren insbesondere die wegweisenden Entscheidungen aus dem Bundestag Thema. In den konstruktiven Gesprächen wurden nachfolgende Kernforderungen formuliert.

Verbesserung polizeilicher Infrastruktur

Um die öffentliche Sicherheit und Ordnung dauerhaft und nachhaltig aufrecht zu erhalten, bedarf es der Rücknahme auferlegter Sparzwänge sowie der massiven Investition in Infrastruktur und Liegenschaften. Das durch den Bundestag am gestrigen Tag beschlossene Sondervermögen muss sich auch wirksam auf die Länderhaushalte entfalten. Das erklärte Ziel muss sein, den Sanierungsstau bei öffentlichen Liegenschaften zu beseitigen und die polizeiliche Infrastruktur zukunftsfähig zu ertüchtigen. Die jahrzehntelangen Sparmaßnahmen auf Kosten des Öffentlichen Dienstes müssen ein Ende haben. Wer innere Sicherheit fordert, muss auch bereit sein in diese zu investieren, statt sie auf dem Rücken der Beschäftigten zu erzwingen.

Gewalt gegen Beschäftigte in BOS-Behörden

Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst bilden das Rückgrat unserer demokratischen Gesellschaft. Angriffe gegen die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst sind gleichermaßen Angriffe auf den Staatund seine Institutionen sowie auf unsere demokratischen Werte und Grundsätze. Wer in Ausübung oder aufgrund seiner Tätigkeiten angegriffen, beleidigt oder bedroht wird, muss besonders geschützt werden. Neben einer Angriffsentschädigung, wie in Hessen (gemäß §40 Abs. 7 HBeamtVG), ist vor allem ein aktives Reha-Management notwendig, welches die Betroffenen betreut, unterstützt und den Weg zurück in das dienstliche Leben begleitet. Verlässliche psychosoziale Unterstützung ist dabei unabdingbar (s. bspw. NRW).

Harmonisierung und Dynamisierung des Zulagenwesens

Die Erschwerniszulagenverordnungen des Bundes und der Länder bilden Erschwernisse unterschiedlich ab, obwohl diese bei allen eingesetzten Kräften im Bundesgebiet gleich bewertet werden müssten. Dies führt in der Konsequenz zu unterschiedlicher Bewertung gleicher Leistungen der Kolleginnen und Kollegen. Eine gerechtere Lösung bietet hierbei eine Anlehnung an das bayrische Modell, das den Wegfall der Wechselschichtzulage unter gleichzeitiger Erhöhung der Beiträge des Dienstes zu ungünstigen Zeiten (DuZ) enthält. Das Ziel muss ein vereinfachtes, zielgerichtetes und wertschätzendes Zulagenwesen sein, um die besonderen Belastungen und Erschwernisse des Dienstes angemessen zu kompensieren und eine gerechte Anerkennung für herausfordernde Einsatzbedingungen zu gewährleisten.

Björn Werminghaus, DPolG Hessen

Patrick Seegers, DPolG NiedersachsenErich Rettinghaus, DPolG Nordrhein-WestfalenNoriko Nagy, DPolG Rheinland-Pfalz

Diese Meldung wurde am 19.03.2025, 06:00 Uhr durch den DPolG Hessen übermittelt.

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Wie kann ich die Polizei in Wiesbaden erreichen?

Bei Anfragen direkt zum Thema der Meldung ist die im Text angegebene Telefonnummer die beste Wahl,sofern vorhanden.
In Notfällen ist die Polizei deutschlandweit unter der 110 erreichbar. Diese Nummer wurde 1973 im Rahmen des Notrufsystems73 bundesweit festgelegt.

Für medizinische Notfälle oder um die Feuerwehr zu alarmieren, ist die 112 die richtige Telefonnummer. Falls nötig, wird dort auch die Polizei benachrichtigt, beispielsweise wenn bei einem Verkehrsunfall sowohl eine Krankenwagen als auch die Polizei verständigt werden müssen.

Falls am Abend oder am Wochenende dringend ein Arzt benötigt wird, es sich aber nicht um einen schweren Notfall handelt, ist die 116 117 die beste Nummer. Sie verbindet Sie mit dem ärztlichen Notdienst. Haben Sie schwere Bauschmerzen, ist dieser Bereitschaftsdienst die richtige Adresse. Besteht dagegen ein Verdacht auf einen Herzinfarkt oder ist jemand nach einem Unfall schwer verletzt, ist die 112 die richtige Nummer.

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