Forscher schlagen Alarm: Diese beliebten Softdrinks steigern das Krebsrisiko

Bekannt ist: Insbesondere Rauchen und Alkohol steigern das Risiko für Mundhöhlenkrebs. Doch immer mehr Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehören, erkranken ebenfalls. Eine neue Studie zeigt einen Zusammenhang mit zuckerhaltigen Getränken.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Forscher warnen: In Zukunft sollte man lieber die Finger von Limo, Cola, Eistee und Co. lassen. (Foto) Suche
Forscher warnen: In Zukunft sollte man lieber die Finger von Limo, Cola, Eistee und Co. lassen. Bild: picture alliance / dpa | Andy Rain
  • Anstieg an Mundhöhlenkrebs-Erkrankungen wird beobachtet
  • Insbesondere Frauen erkranken häufiger als zuvor
  • Schuld sollen unter anderem zuckerhaltige Getränke sein

Mit derzeit etwa 10.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Mundhöhlenkrebs die siebthäufigste bösartige Krebserkrankung in Deutschland. Eigentlich sind insbesondere Männer, Raucher und Menschen, die viel Alkohol konsumieren, betroffen. Doch derzeit wird weltweit ein rasanter Anstieg an Neuerkrankungen festgestellt - zunehmend auch bei Frauen. Eine mögliche Ursache haben Forscher in einer neuen Studie präsentiert.

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Studie zeigt, wie gefährlich zuckerhaltige Getränke sein können

Wie die Wissenschaftler mit ihrer im fachmedizinischen Wissenschaftsjournal "JAMA Otolaryngol Head & Neck Surgery" erschienen Studie zeigen, sind offenbar auch bestimmte nicht-alkoholische Getränke für ein erhöhtes Risiko verantwortlich. Demnach verfünffachen zuckerhaltige Getränke wie Cola, Limonade und Eistee das Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken. Im Rahmen der Studie wurden die Daten von 160.000 Frauen untersucht und über einen Zeitraum von 30 Jahren beobachtet. In diesem Zeitraum erkrankten 124 Frauen an Mundhöhlenkrebs. Bei der Auswertung der Daten stellten die Forscher einige Besonderheiten fest. So hatten Frauen, die täglich eines oder mehrere zuckerhaltige Getränke konsumierten, ein höheres Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken. Im Vergleich zu Frauen, die weniger als ein zuckerhaltiges Getränk pro Monat zu sich nahmen, war ihr Risiko um das 4,87-Fache erhöht.

Softdrinks fast so gesundheitsschädigend wie Rauchen und Alkohol

Damit ist das Risiko beinahe so hoch wie das von Rauchern oder Trinkern: Wer gelegentlich rauchte oder Alkohol trank, hatte im Vergleich ein um das 5,46-Fache erhöhtes Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken. Die Forscher schlussfolgerten aus ihren Ergebnissen, dass allein die Aufnahme zuckerhaltiger Getränke im Hinblick auf eine mögliche Krebserkrankung fast ebenso schädlich wie Rauchen und Trinken sein kann. Ob die Beobachtungen auch auf Männer zutreffen, müsste in weiteren Studien erforscht werden, schreiben die Autoren.

Sicher ist: Einen bestimmten Grund wird es für die insbesondere bei Frauen erstarkte Zunahme an Erkrankungen durchaus geben. Dass Männer bisher so viel häufiger erkrankten, lag unter anderem daran, dass sie generell ein schlechteres Gesundheitsbewusstsein und ein weniger gesundheitsförderndes Verhalten an den Tag legten. Bedeutet: Männer haben bisher einfach öfter als Frauen geraucht und getrunken.

Symptome von Mundhöhlenkrebs - daran erkennen Sie die Erkrankung

Mundhöhlenkrebs ist die siebthäufigste Krebsart in Deutschland mit rund 10.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Um einer Erkrankung möglichst früh entgegenwirken zu können, bietenZahnärzte und Onkologen (Krebs-Spezialisten) eine spezielle Untersuchung zur Früherkennung an. Das ist empfehlenswert, denn häufig machen sich für lange Zeit überhaupt keine Anzeichen bemerkbar. Vornehmlich raue, verhärtete, weiße, graue oder rote Flecken sollte man jedoch im Auge behalten, da es sich nicht immer nur um eine kleine Verletzung im Mundraum handelt. Zudem können ein leichtes Taubheitsgefühl der Zunge oder der Lippen, anhaltender Mundgeruch, unklare Blutungen, Schmerzen beim Schlucken und vermehrter Speichelfluss von Krebs künden.

Dieser Artikel wurde nach umfassender Recherche erstellt und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Im Notfall sollten Sie immer einen Mediziner oder den Rettungsdienst um Hilfe bitten.

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