Ärzte in Sorge: Mysteriöse Krankheit tötet innerhalb von 48 Stunden

Im Kongo sind über 50 Menschen an einer bislang unbekannten Krankheit gestorben. Ärzte zeigen sich besorgt. Woran die Menschen starben, ist noch unklar. Sind Zoonosen Schuld? Die WHO warnte bereits vor Ausbrüchen.

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Im Kongo starben über 50 Menschen an einer bislang nicht identifizierten Krankheit. (Foto) Suche
Im Kongo starben über 50 Menschen an einer bislang nicht identifizierten Krankheit. Bild: picture alliance/dpa/ap | Jerome Delay
  • Über 50 Menschen im Kongo an mysteriöser Krankheit gestorben
  • Menschen starben innerhalb von 48 Stunden
  • WHO und Ärzte besorgt über Ausbruch
  • Krankheitsursache nicht bekannt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Ärzte zeigen sich über die gesundheitliche Lage im Kongo besorgt. Neben einer katastrophalen Gesundheitsversorgung sorgt eine bislang nicht identifizierte Krankheit im Nordwesten des Landes für erhöhte Todesfälle. Nun beginnt die Suche nach dem Auslöser.

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Über 50 Tote: Mysteriöse Krankheit im Kongo ausgebrochen

Über 50 Menschen starben an der Erkrankung, teilten WHO und Ärzte vor Ort am Montag mit. Darüber berichtete "Associated Press". Die Patient:innen starben innerhalb von 48 Stunden nach dem Auftreten erster Symptome. "Das ist wirklich besorgniserregend", sagte Serge Ngalebato, medizinischer Leiter des Bikoro-Krankenhauses, eines regionalen Überwachungszentrums, gegenüber der Nachrichtenagentur. Die Krankheit brach am 9. Februar aus. Es wurden Proben von 13 Fällen zur Untersuchung an das Nationale Institut für Biomedizinische Forschung in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa gesandt, teilte die WHO mit. Die Proben wurden auf einige hämorrhagische Fiebererkrankungen getestet, darunter Ebola und Marburg. Die Tests fielen negativ aus. Einige wurden positiv auf Malaria getestet. Ob es sich hierbei um eine Malariainfektion handelt, ist noch unklar. Im vergangenen Jahr sollte es sich bei anderen Todesfällen mit grippeähnlichen Symptomen um Malaria gehandelt haben.

WHO besorgt über Zoonosen in Afrika

Die Krankheit brach zum ersten Mal am 21. Januar 2025 im Kongo aus, und es wurden 419 Fälle registriert, darunter 53 Todesfälle. Ursache dafür sollen laut dem Afrika-Büro der WHO Fledermäuse gewesen sein. Drei Kinder starben innerhalb von zwei Tagen, nachdem sie die Flughunde gegessen hatten. Die Sorge ist groß, dass Zoonosen in Gegenden ausbrechen, in denen wilde Tiere gegessen werden. Bei einer Zoonose handelt es sich um eine Erregerübertragung von Tieren auf Menschen. In Afrika stieg die Zahl der Infektionenin den letzten zehn Jahren um mehr als 60 Prozent, erklärte die WHO im Jahr 2022.

Hintergrund zum hämorrhagischen Fieber

  • Das hämorrhagische Fieber ist eine Systemerkrankung, die durch RNA-Viren ausgelöst wird.
  • Zu den Auslösern zählen die Virus-Familien Filoviridae (Marburg- und Ebolavirus), Arenaviridae (Lassa-Virus, Lujo-Virus) und Bunyaviridae (Hämorrhagisches Krim-Kongo-Virus).
  • Es gibt einige charakteristische Symptome: Blutungen, hohes Fieber, Nieren- und Leberstörungen oder blaue Flecken.
  • Im weiteren Verlauf kann es zu schweren Komplikationen wie Schock oder Krämpfen kommen.
  • Diese Symptome sind aber bei der Diagnose nicht immer verlässlich.
  • Das hämorrhagische Fieber ist meldepflichtig.

Verwendete Quellen:

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