
Kardinal Jean-Claude Hollerich, ein Vertrauter des schwer kranken Papst Franziskus, ist Spekulationen über ein bevorstehendes Konklave zur Wahl eines neuen Katholikenoberhauptes entgegengetreten. "Es ist schrecklich, dass Priester, Bischöfe, Kardinäle und Ordensleute über das Konklave nachdenken und bereits daran arbeiten, während der Papst noch lebt", sagte der Luxemburger der italienischen Zeitung "La Stampa".
Der Papst selbst habe immer wieder gesagt, er wolle keine Berechnungen oder Spekulationen, solange er lebt und sein Amt ausübt. "Ich empfinde es als zutiefst respektlos, dass es Menschen gibt, die sich mehr um die Zukunft der Kirche kümmern als um die Gesundheit des Bischofs von Rom in dieser Zeit", sagte der 66-Jährige. Anstatt über zukünftige Szenarien zu spekulieren, solle man sich darum kümmern, Franziskus mit Nähe und Gebeten zu unterstützen.
Papst seit zehn Tagen im Krankenhaus
Das 88 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche wird seit zehn Tagen in einem Krankenhaus in Rom behandelt. Er leidet an einer Atemwegsinfektion mit verschiedenen Erregern sowie einer beidseitigen Lungenentzündung. In den vergangenen Tagen hat sich Franziskus' Zustand verschlechtert. Jüngste Blutuntersuchungen hätten ein leichtes, beginnendes Nierenversagen gezeigt, das aber derzeit unter Kontrolle sei, teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.
Seit seiner Einlieferung in die Gemelli-Klinik in Rom am 14. Februar gibt es unter hochrangigen Geistlichen Spekulationen und Gerüchte darüber, ob ein Rücktritt Franziskus' aus gesundheitlichen Gründen bevorstehen und wie ein möglicherweise bevorstehendes Konklave aussehen und ausgehen könnte.
Als Konklave bezeichnet man die Versammlung der wahlberechtigten Kardinäle zur Wahl eines neuen Papstes. Eine solche Wahl wird nach Eintreten der sogenannten Sedisvakanz notwendig - also wenn der bisherige Papst gestorben ist oder auf sein Amt verzichtet hat und der Heilige Stuhl vakant ist.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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