
In der kalten Jahreszeit haben viele Menschen in Rheinland-Pfalz mit Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen zu kämpfen. Doch nicht jede Atemwegserkrankung ist gleich: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen akuten Atemwegserkrankungen, grippeähnlichen Erkrankungen, der "echten" Grippe (Influenza) und Erkältungen sowie zwischen weiteren Infektionen wie dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Wie diese Erkrankungen aktuell in Rheinland-Pfalz verbreitet sind, zeigen die neuesten regionalen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).
Corona in Rheinland-Pfalz: 7-Tage-Inzidenz von 0,9
Corona (auch: COVID-19) bleibt auch nach der Pandemie eine verbreitete Atemwegserkrankung. Die Infektionskrankheit wird durch das SARS-CoV-2-Virus hervorgerufen und kann zu Fieber, Husten und Atembeschwerden führen. In der letzten Woche gab es in Rheinland-Pfalz 37 neue Corona-Fälle. Mit 4 ist die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der über 80-Jährigen festzustellen. Über alle Altersklassen hinweg liegt die Corona-7-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz aktuell bei 0,9 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 28.03.2025). Seit Beginn der Pandemie wurden 1.808.301 laborbestätigte Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz gemeldet.
Altersgruppe | 7-Tage-Inzidenz | neue Fälle letzte 7 Tage | Corona-Fälle gesamt in RLP |
---|---|---|---|
00-04 | 0 | 0 | 53.500 |
05-14 | 0 | 0 | 201.839 |
15-34 | 0 | 0 | 517.826 |
35-59 | 0,5 | 7 | 692.786 |
60-79 | 1,9 | 18 | 256.984 |
80+ | 4 | 12 | 83.357 |
00+ | 0,9 | 37 | 1.808.301 |
Grippe in Rheinland-Pfalz: 556 neue Influenza-Fälle
Die "echte" Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus verursacht und ist oft mit plötzlichem Krankheitsbeginn, hohem Fieber und Gliederschmerzen verbunden. In der KW 12 wurden in Rheinland-Pfalz 556 neue Grippe-Fälle registriert. Das entspricht einer Grippe-Inzidenz von 13,4.
Altersgruppe | neue Grippe-Fälle letzte KW | Influenza-Inzidenz in RLP |
---|---|---|
00-14 | 99 | 17,11 |
15-59 | 257 | 11,15 |
60+ | 200 | 15,82 |
00+ | 556 | 13,4 |
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Akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen in der Mitte (West) Deutschlands
Neben der Verbreitung der "echten" Grippe (Influenza) wird auch die Entwicklung der regionalen Fallzahlen für akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen genau beobachtet. Akute Atemwegserkrankungen (kurz: ARE, für akute respiratorische Erkrankung) umfassen laut der Definition des Robert-Koch-Instituts alle neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen, die mit Halsschmerzen, Husten oder Fieber einhergehen Eine grippeähnliche Erkrankung (kurz: ILI, für engl. influenza-like illness) ist eine spezifische Form der ARE, bei der - zusätzlich zu Husten oder Halsschmerzen - in jedem Fall Fieber auftritt.
In der folgenden Übersicht werden die ARE- und ILI-Zahlen der 12. Kalenderwoche für die deutsche Großregion Mitte (West) dargestellt und mit der durchschnittlichen Inzidenz Deutschlands verglichen.
KW 12/2025 | Region Mitte (West) | Deutschland gesamt |
---|---|---|
Atemwegserkrankungen je 100.000 Einw. | 6.900 (Vorwoche: 6.900) | 6.400 |
Grippeähnliche Erkrankungen je 100.000 Einw. | 1.500 (Vorwoche: 1.400) | 1.500 |
Die geschätzte wöchentliche Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen der Großregion Mitte (West), zu der auch Rheinland-Pfalz gehört, beträgt für die 12. Kalenderwoche 6.900 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben. Verglichen mit den bundesweiten Daten (6.400) gab es in der Mitte (West) verhältnismäßig mehr akute Atemwegserkrankungen. Für grippeähnliche Erkrankungen wird aktuell eine Inzidenz von 1.500 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Dieser Wert ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen (Vorwoche: 1.400). Die Werte für die grippeähnlichen Erkrankungen in der Region Mitte (West) bewegen sich im Bereich der für Gesamtdeutschland geschätzten Inzidenz (1.500).
Die geschätzten Inzidenzen für die Bevölkerung in Deutschland basieren auf den Angaben von Personen, die freiwillig bei dem RKI-Online-Portal GrippeWeb registriert sind und regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. In der Kalenderwoche 12/2025 haben insgesamt 3.306 Teilnehmende aus der Region Mitte (West) ihre Daten gemeldet. Die bundesweiten Zahlen basieren auf Meldungen von 9.322 Personen. Es handelt sich hierbei um Selbstauskünfte und nicht um laborbestätigte Befunde.
RSV in Rheinland-Pfalz: Inzidenz gesunken für Respiratorisches Synzytial-Virus
Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit vorkommender Erreger von Atemwegserkrankungen, der in jedem Lebensalter auftreten kann. Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind Säuglinge, Frühgeborene, Kleinkinder und ältere Erwachsene. In der 13. Kalenderwoche gab es 28 neue RSV-Fälle in Rheinland-Pfalz - 188 weniger als in der Vorwoche. Die RSV-Inzidenz liegt hier aktuell bei 0,67 laborbestätigten RSV-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Die höchste RSV-Inzidenz des laufenden Jahres wurde in Rheinland-Pfalz in der Kalenderwoche 09/2025 erreicht, als innerhalb einer Woche 317 neue RSV-Fälle registriert wurden. Dies entspricht einer RSV-Inzidenz von 7,62 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Kalenderwoche | neue RSV-Fälle | RSV-Inzidenz in RLP |
---|---|---|
13/2025 | 28 | 0,67 |
12/2025 | 216 | 5,19 |
11/2025 | 259 | 6,23 |
10/2025 | 242 | 5,82 |
09/2025 | 317 | 7,62 |
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstellt und wird täglich datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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