
Nicht nur in der kalten Jahreszeit machen Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen den Menschen im Saarland zu schaffen. Doch nicht jede Atemwegserkrankung ist gleich: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen akuten Atemwegserkrankungen, grippeähnlichen Erkrankungen, der "echten" Grippe (Influenza) und Erkältungen sowie zwischen weiteren Infektionen wie dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Wie diese Erkrankungen aktuell im Saarland verbreitet sind, zeigen die neuesten regionalen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).
Corona im Saarland: 7-Tage-Inzidenz von 0,5
Corona bleibt eine der häufigsten Atemwegserkrankungen. Es verursacht Symptome wie Fieber, Husten und Atemnot und wird durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöst. Im Saarland gab es in der vergangenen Woche 5 neue Corona-Fälle. Mit 2,4 ist die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der 00-04-Jährigen festzustellen. Über alle Altersklassen hinweg liegt die Corona-7-Tage-Inzidenz im Saarland aktuell bei 0,5 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 03.04.2025). Seit Beginn der Pandemie wurden 501.862 laborbestätigte Corona-Fälle im Saarland gemeldet.
Altersgruppe | 7-Tage-Inzidenz | neue Fälle letzte 7 Tage | Corona-Fälle gesamt im Saarland |
---|---|---|---|
00-04 | 2,4 | 1 | 12.789 |
05-14 | 0 | 0 | 53.316 |
15-34 | 0,5 | 1 | 136.801 |
35-59 | 0,6 | 2 | 187.805 |
60-79 | 0,4 | 1 | 82.065 |
80+ | 0 | 0 | 28.926 |
00+ | 0,5 | 5 | 501.862 |
Grippe im Saarland: 97 neue Influenza-Fälle
Die "echte" Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus verursacht und ist oft mit plötzlichem Krankheitsbeginn, hohem Fieber und Gliederschmerzen verbunden. In der KW 13 wurden im Saarland 97 neue Grippe-Fälle registriert. Das entspricht einer Grippe-Inzidenz von 9,79.
Altersgruppe | neue Grippe-Fälle letzte KW | Influenza-Inzidenz im Saarland |
---|---|---|
00-14 | 7 | 5,55 |
15-59 | 52 | 9,73 |
60+ | 38 | 11,52 |
00+ | 97 | 9,79 |
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Akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen in der Mitte (West) Deutschlands
Neben der Verbreitung der "echten" Grippe (Influenza) wird auch die Entwicklung der regionalen Fallzahlen für akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen genau beobachtet. Akute Atemwegserkrankungen (kurz: ARE, für akute respiratorische Erkrankung) umfassen laut der Definition des Robert-Koch-Instituts alle neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen, die mit Halsschmerzen, Husten oder Fieber einhergehen Eine grippeähnliche Erkrankung (kurz: ILI, für engl. influenza-like illness) ist eine spezifische Form der ARE, bei der - zusätzlich zu Husten oder Halsschmerzen - in jedem Fall Fieber auftritt.
In der folgenden Übersicht werden die ARE- und ILI-Zahlen der 13. Kalenderwoche für die deutsche Großregion Mitte (West) dargestellt und mit der durchschnittlichen Inzidenz Deutschlands verglichen.
KW 13/2025 | Region Mitte (West) | Deutschland gesamt |
---|---|---|
Atemwegserkrankungen je 100.000 Einw. | 6.400 (Vorwoche: 6.700) | 5.900 |
Grippeähnliche Erkrankungen je 100.000 Einw. | 1.100 (Vorwoche: 1.700) | 1.200 |
Die geschätzte wöchentliche Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen der Großregion Mitte (West), zu der auch das Saarland gehört, beträgt für die 13. Kalenderwoche 6.400 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken (Vorwoche: 6.700), liegt aber noch über dem bundesweiten Durchschnitt von 5.900. Für grippeähnliche Erkrankungen wird aktuell eine Inzidenz von 1.100 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Dieser Wert ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken (Vorwoche: 1.700). Die Werte für die grippeähnlichen Erkrankungen in der Region Mitte (West) liegen unterhalb des bundesweit erfassten Durchschnittswerts von 1.200.
Die geschätzten Inzidenzen für die Bevölkerung in Deutschland basieren auf den Angaben von Personen, die freiwillig bei dem RKI-Online-Portal GrippeWeb registriert sind und regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. In der Kalenderwoche 13/2025 haben insgesamt 3.254 Teilnehmende aus der Region Mitte (West) ihre Daten gemeldet. Die bundesweiten Zahlen basieren auf Meldungen von 9.313 Personen. Es handelt sich hierbei um Selbstauskünfte und nicht um laborbestätigte Befunde.
RSV im Saarland: Inzidenz gesunken für Respiratorisches Synzytial-Virus
Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit verbreiteter Erreger von Atemwegserkrankungen, der in jedem Lebensalter auftreten kann. Schwere Krankheitsverläufe treten vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf. In der 14. Kalenderwoche gab es 1 neuen RSV-Fall im Saarland - 31 weniger als in der Vorwoche. Die RSV-Inzidenz liegt hier aktuell bei 0,1 laborbestätigten RSV-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Die höchste RSV-Inzidenz des laufenden Jahres wurde im Saarland in der Kalenderwoche 08/2025 erreicht, als innerhalb einer Woche 74 neue RSV-Fälle registriert wurden. Dies entspricht einer RSV-Inzidenz von 7,45 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Kalenderwoche | neue RSV-Fälle | RSV-Inzidenz im Saarland |
---|---|---|
14/2025 | 1 | 0,1 |
13/2025 | 32 | 3,22 |
12/2025 | 37 | 3,73 |
11/2025 | 44 | 4,43 |
10/2025 | 55 | 5,54 |
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstellt und wird täglich datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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