
Husten, Schnupfen und Halsschmerzen sind in der kalten Jahreszeit weit verbreitet – auch in Nordrhein-Westfalen. Doch nicht jede Atemwegserkrankung ist gleich: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen akuten Atemwegserkrankungen, grippeähnlichen Erkrankungen, der "echten" Grippe (Influenza) und Erkältungen sowie zwischen weiteren Infektionen wie dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Wie diese Erkrankungen aktuell in Nordrhein-Westfalen verbreitet sind, zeigen die neuesten regionalen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).
Corona in Nordrhein-Westfalen: 7-Tage-Inzidenz von 1,1
Corona bleibt auch nach der Pandemie eine verbreitete Atemwegserkrankung. Es verursacht Symptome wie Fieber, Husten und Atemnot und wird durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöst. In Nordrhein-Westfalen gab es in der vergangenen Woche 197 neue Corona-Fälle. Mit 5,5 ist die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der über 80-Jährigen festzustellen. Über alle Altersklassen hinweg liegt die Corona-7-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen aktuell bei 1,1 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 28.03.2025). Seit Beginn der Pandemie wurden 8.206.093 laborbestätigte Corona-Fälle in Nordrhein-Westfalen gemeldet.
Altersgruppe | 7-Tage-Inzidenz | neue Fälle letzte 7 Tage | Corona-Fälle gesamt in NRW |
---|---|---|---|
00-04 | 1,5 | 13 | 218.464 |
05-14 | 0,2 | 4 | 904.986 |
15-34 | 0,3 | 13 | 2.431.159 |
35-59 | 0,4 | 27 | 3.148.174 |
60-79 | 1,8 | 70 | 1.114.730 |
80+ | 5,5 | 70 | 383.005 |
00+ | 1,1 | 197 | 8.206.093 |
Grippe in Nordrhein-Westfalen: 2039 neue Influenza-Fälle
Die "echte" Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus verursacht und ist oft mit plötzlichem Krankheitsbeginn, hohem Fieber und Gliederschmerzen verbunden. In der KW 12 wurden in Nordrhein-Westfalen 2039 neue Grippe-Fälle registriert. Das entspricht einer Grippe-Inzidenz von 11,27.
Altersgruppe | neue Grippe-Fälle letzte KW | Influenza-Inzidenz in NRW |
---|---|---|
00-14 | 385 | 14,91 |
15-59 | 943 | 9,18 |
60+ | 708 | 13,52 |
00+ | 2039 | 11,27 |
Mehr zum Thema: Corona, Grippe, RSV in Deutschland: Sind aktuell mehr Menschen als sonst krank?
Akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen in der Mitte (West) Deutschlands
Neben der Verbreitung der "echten" Grippe (Influenza) wird auch die Entwicklung der regionalen Fallzahlen für akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen genau beobachtet. Akute Atemwegserkrankungen (kurz: ARE, für akute respiratorische Erkrankung) umfassen laut der Definition des Robert-Koch-Instituts alle neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen mit Husten, Halsschmerzen oder Fieber. Eine grippeähnliche Erkrankung (kurz: ILI, für engl. influenza-like illness) ist eine spezifische Form der ARE, bei der - zusätzlich zu Husten oder Halsschmerzen - in jedem Fall Fieber auftritt.
In der folgenden Übersicht werden die ARE- und ILI-Zahlen der 12. Kalenderwoche für die deutsche Großregion Mitte (West) dargestellt und mit der durchschnittlichen Inzidenz Deutschlands verglichen.
KW 12/2025 | Region Mitte (West) | Deutschland gesamt |
---|---|---|
Atemwegserkrankungen je 100.000 Einw. | 6.900 (Vorwoche: 6.900) | 6.400 |
Grippeähnliche Erkrankungen je 100.000 Einw. | 1.500 (Vorwoche: 1.400) | 1.500 |
Die geschätzte wöchentliche Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen der Großregion Mitte (West), zu der auch Nordrhein-Westfalen gehört, beträgt in der 12. Kalenderwoche 6.900 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben. Verglichen mit den gesamtdeutschen Daten (6.400) gab es in der Mitte (West) verhältnismäßig mehr akute Atemwegserkrankungen. Für grippeähnliche Erkrankungen wird aktuell eine Inzidenz von 1.500 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Dieser Wert ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen (Vorwoche: 1.400). Die Werte für die grippeähnlichen Erkrankungen in der Region Mitte (West) bewegen sich im Bereich der für Gesamtdeutschland geschätzten Inzidenz (1.500).
Die geschätzten Inzidenzen für die Bevölkerung in Deutschland basieren auf den Angaben von Personen, die freiwillig bei dem RKI-Online-Portal GrippeWeb registriert sind und regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. In der Kalenderwoche 12/2025 haben insgesamt 3.306 Teilnehmende aus der Region Mitte (West) ihre Daten gemeldet. Die bundesweiten Zahlen basieren auf Meldungen von 9.322 Personen. Es handelt sich hierbei um Selbstauskünfte und nicht um laborbestätigte Befunde.
RSV in Nordrhein-Westfalen: Inzidenz gesunken für Respiratorisches Synzytial-Virus
Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit vorkommender Erreger von Atemwegserkrankungen, der in jedem Lebensalter auftreten kann. Schwere Krankheitsverläufe treten vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf. In der 13. Kalenderwoche gab es 91 neue RSV-Fälle in Nordrhein-Westfalen - 561 weniger als in der Vorwoche. Die RSV-Inzidenz liegt hier aktuell bei 0,5 laborbestätigten RSV-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Die höchste RSV-Inzidenz des laufenden Jahres wurde in Nordrhein-Westfalen in der Kalenderwoche 09/2025 erreicht, als innerhalb einer Woche 1.048 neue RSV-Fälle registriert wurden. Dies entspricht einer RSV-Inzidenz von 5,78 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Kalenderwoche | neue RSV-Fälle | RSV-Inzidenz in NRW |
---|---|---|
13/2025 | 91 | 0,5 |
12/2025 | 652 | 3,59 |
11/2025 | 867 | 4,78 |
10/2025 | 847 | 4,67 |
09/2025 | 1048 | 5,78 |
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstellt und wird täglich datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Folgen Sie News.de schon bei WhatsApp, Facebook, Twitter (X), Pinterest und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos und den direkten Draht zur Redaktion.
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.