Ekaterina Duntsova: Diese Frau will Putins Schreckensherrschaft beenden
Erstellt von Martin Gottschling
23.12.2023 10.08
Dass Wladimir Putin die Präsidentschaftswahl 2024 in Russland gewinnen wird, steht aktuell wohl außer Frage. Anfang des Monats hatte er seine erneute Kandidatur angekündigt. Doch längst sind nicht mehr alle seiner Landsleute mit dem Kreml-Despoten einverstanden. Eine mutige Frau, die sich Putin jetzt entgegenstellen will, heißt Ekaterina Duntsova. Die ehemalige TV-Journalistin will bei der Wahl im nächsten Jahr ebenfalls antreten. Damit riskiert die 40-Jährige allerdings auch eine Haftstrafe.
Ekaterina Duntsova: Diese Frau will Wladimir Putins Schreckensherrschaft beenden
Ekaterina Duntsova hatte ihre Kandidatur auf Telegram verkündet. Sie schrieb: "Ich möchte, dass Russland ein blühender, demokratischer und friedlicher Staat ist. Aber im Moment bewegt sich unser Land in eine ganz andere Richtung." Laut Information auf ihrer Homepage ist Duntsova 40 Jahre alt, lebt in der Stadt Rschew in der Region Twer und ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Sie studierte Jura und Fernsehjournalismus, saß auch schon in der Stadtduma von Rschew. Weiter führt sie zu ihrer Motivation für die Wahl 2024 in Russland aus: "Die Weichen sind nicht auf Entwicklung, sondern auf Selbstzerstörung gestellt. Das Leben der einfachen Russen wird von Tag zu Tag schwieriger. Bürger können ihre Meinung nicht frei äußern, wenn sie nicht mit der Position der Behörden übereinstimmt. Die Zahl der politischen Gefangenen wächst, Hunderttausende Menschen wurden aus dem Land vertrieben. Die lokale Selbstverwaltung ist praktisch zerstört, und in einem riesigen Staat wird alles von einer Person entschieden."
Ekaterina Duntsova braucht 300.000 Unterschriften vor Präsidentschaftswahl 2024 in Russland
Ekaterina Duntsova kritisiert auch "Militäreinsätze" auf dem Territorium anderer Staaten und spricht sich damit klar gegen den Ukraine-Krieg aus. Ihre Forderungen: "Einstellung der Feindseligkeiten, demokratische Reformen und die Freilassung politischer Gefangener". Um für die Präsidentschaftswahl 2024 in Russland zugelassen zu werden, muss sie insgesamt 300.000 Unterschriften sammeln. Wie "t-online" berichtet, nahm der Kreml Duntsova offenbar bereits ins Visier. Kurz nach Bekanntgabe ihrer Kandidatur sei sie von der russischen Staatsanwaltschaft verhört worden. Ihr könnte im schlimmsten Fall ein ähnliches Schicksal wie Putins Erzfeind Alexej Nawalny drohen, der 2016 bei der Präsidentschaftswahl antreten wollte und schließlich in ein Straflager kam. Aktuell fehlt jede Spur von dem inhaftierten Kremlkritiker.
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