
- Val Kilmer ist tot
- US-Schauspieler laut Familie mit 65 Jahren gestorben
- Todesursache Lungenentzündung nach Kehlkopf-Krebs: Hollywood trauert um Val Kilmer
Dank Filmen wie "Top Gun", "Batman Forever", "Tombstone" oder "The Doors" wurde Val Kilmer zur Kinolegende - nun ist der US-amerikanische Schauspieler mit nur 65 Jahren gestorben. Der Todesfall wurde von Val Kilmers Tochter Mercedes Kilmer gegenüber der"New York Times" bestätigt, auch die britische "Daily Mail" berichtete.
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Val Kilmer ist tot: "Batman"-Star mit 65 Jahren nach jahrelangem Krebsleiden gestorben
Demnach starb der Schauspieler am 1. April 2025 in Los Angeles infolge einer Lungenentzündung. Der Kinostar hatte die letzten Jahre seines Lebens mit schweren gesundheitlichen Problemen gekämpft: Im Jahr 2014 hatte der gebürtige Kalifornier die Diagnose Kehlkopfkrebs erhalten, seine Krankheit jedoch einige Zeit vor der Öffentlichkeit verbergen können.
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Val Kilmer musste sich einer Krebs-Operation unterziehen und wurde mit Strahlen- und Chemotherapie behandelt. Drei Jahre nach der Diagnose machte Val Kilmer öffentlich, vom Krebs geheilt zu sein, doch der Filmstar blieb von seiner Krankheit gezeichnet. Val Kilmer bekam nach der Kehlkopf-Operation einen Luftröhrenschnitt und eine künstliche Öffnung der Luftröhre, ein sogenanntes Tracheostoma. Seitdem war der Schauspieler beim Sprechen beeinträchtigt.
Val Kilmer unvergessen: Diese Rollen machten den Schauspieler zur Kino-Legende
Berühmt wurde Kilmer mit der Rolle des Kampfpiloten Tom "Iceman" Kazansky in dem Actionfilm "Top Gun" an der Seite von Tom Cruise. Kilmer und Cruise als Kampfpilot Pete "Maverick" Mitchell spielten erbitterte Konkurrenten, die sich bei riskanten Kampfflügen überbieten. 2022, mehr als 30 Jahre später, erschien mit "Top Gun: Maverick" die Fortsetzung. Darin war auch Kilmers Figur Iceman an Krebs erkrankt und hatte seine Stimme verloren.
In den 80er und 90er Jahren zählte Kilmer zu Hollywoods Topverdienern. In dem Fantasy-Kultfilm "Willow" (1988) spielte er an der Seite der britischen Schauspielerin Joanne Whalley, die er kurz nach Drehende heiratete. Oliver Stone holte ihn 1991 für den Musikfilm "The Doors" vor die Kamera. Darin verwandelte sich Kilmer in den legendären Sänger Jim Morrison.
In "Tombstone" (1993) spielte er den Westernhelden Doc Holliday, in Joel Schumachers "Batman Forever" (1995) schlüpfte er in den ikonischen Fledermausanzug. Mit der Filmlegende Marlon Brando drehte er 1996 "DNA - Die Insel des Dr. Moreau". Spätere Filme floppten, auch sein Ruf als streitlustiger Mensch kostete ihn in Hollywood Rollen. In der Doku "Val" schaute er 2021 auf sein Leben zurück - sichtbar angeschlagen von seiner Krebsbehandlung. In einer Szene spricht er mit krächzender, kaum verständlicher Stimme. Sein Sohn Jack aus der geschiedenen Ehe mit Whalley fungierte daher als Erzähler.
Trauer um Val Kilmer nach plötzlichen Tod durch Lungenentzündung
Val Kilmer, der von 1988 bis 1996 mit Joanne Whalley verheiratet war, hinterlässt seine Tochter Mercedes und seinen Sohn Jack. In den sozialen Medien löste die Todesnachricht des Hollywood-Stars eine Welle der emotionalen Bestürzung bei Fans und Wegbegleitern gleichermaßen aus, wie an den hinterbliebenen Beileidsbekundungen zu erkennen ist:
- "Möge Val Kilmer eine gesegnete Reise in das Land der wunderbaren Seelen haben."
- "Ruhe in Frieden. Danke an den unfassbar talentierten und legendären Val Kilmer."
- "Er war einer der Größten. Es tut so weh. Ruhe in Frieden."
- "Wir haben eine wahrhaftige Kinolegende verloren."
Hollywood weint um Val Kilmer: "Ich sehe dich oben im Himmel"
Etliche ehemalige Kollegen haben mit Trauer auf die Nachricht vom Tode Val Kilmers reagiert. "Wir sehen uns, mein Freund. Ich werde dich vermissen", schrieb Schauspieler Josh Brolin ("No Country for Old Men", "Avengers") auf Instagram. Kilmer sei ein "schlaues, herausforderndes, mutiges, überkreatives Feuerwerk von einem Menschen" gewesen, lobte Brolin. "Von solchen Typen sind nicht mehr viele übrig geblieben. Ich hoffe, ich sehe dich oben im Himmel, wenn ich irgendwann dort lande."
Der Schauspieler Matthew Modine ("Stranger Things") ehrte Kilmer auf der Plattform X und erinnerte sich an eine Begegnung in einem Restaurant: "Wenn unser zufälliges Treffen in "The Source" 1985 nicht gewesen wäre, hätte man mir vielleicht nie die Rolle in "Full Metal Jacket" gegeben." Modine veröffentlichte dazu einen Auszug aus einem Tagebuch, das er während der Dreharbeiten von "Full Metal Jacket" geführt und später veröffentlicht hatte. Kilmer habe ihm im Restaurant damals erzählt, dass Modine die Hauptrolle in dem Kriegsfilm erhalte - obwohl weder er noch Regisseur Stanley Kubrick etwas davon wussten. Die Rolle erhielt Modine am Ende tatsächlich.
RIP Val Kilmer. If it wasn't for our chance encounter at the Source in 1985, I may never have been cast in FULL METAL JACKET. Thanks, Val. ????☮️ pic.twitter.com/YTMRjy78vC
— Matthew Modine (@MatthewModine) April 2, 2025
Der Regisseur Michael Mann, der mit Kilmer beim Kriminalfilm "Heat" zusammenarbeitete, habe während der Dreharbeiten "immer wieder über die brillante Variabilität innerhalb des kraftvollen Stroms" seines Charakters gestaunt, schrieb er auf Instagram. "Nach so vielen Jahren, in denen Val gegen seine Krankheit gekämpft und seinen Geist bewahrt hat, ist das eine enorm traurige Nachricht."
Regisseur Francis Ford Coppola ("Der Pate"), in dessen Horrorfilm "Twixt" (2011) Kilmer die Hauptrolle spielte, bezeichnete ihn als "den talentiertesten Schauspieler in seiner High School", dessen Talent in seinem Leben nur noch weiter gewachsen sei. "Es war wundervoll, mit ihm zu arbeiten und ihn zu kennen - ich werde mich immer an ihn erinnern."
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loc/news.de/dpa
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